März/April: Tipps und Tricks vom Gartendoktor

Buchsbaumblattfloh 

Bei den im Frühjahr am Buchs vorkommenden wachswollartigen Ansammlungen handelt es sich um die Larven des Buchsbaumblattflohs. Sie saugen an den Blättern, die sich löffelartig nach innen einrollen. Abgegebener Honigtau wird zudem oft von Schwärzepilzen besiedelt. Etwa ab Juni ist der „Spuk“ vorbei. Schneiden Sie zur Bekämpfung die befallenen Triebspitzen mit den wolligen Larven ab oder setzen Sie systemische Pflanzenschutzmittel ein.

Blattläuse an Holunder

Für individuenreiche Kolonien von grau-schwarz gefärbten Blattläusen am Schwarzen Holunder zeichnet die sogenannte Holunderblattlaus verantwortlich. Aus den am Holunder überwinternden Eiern schlüpfen im April die ersten Tiere, die sich auf der Pflanze vermehren. Zum Sommer hin wandern geflügelte Tiere auf verschiedene Unkräuter (Ampfer) oder auch Nelkengewächse ab. Im Herbst bilden sich erneut geflügelte Blattläuse, die wieder zum Holunder zurückfliegen und dort ihre Eier ablegen. Die am Holunder auftretenden Schäden sind unterschiedlich: Von Blattkräuselungen bis zum Absterben von Trieben oder auch durch die Tiere übertragene Viren auf die Pflanzen reichen die Auffälligkeiten. Schneiden Sie zur Bekämpfung stark befallene Triebspitzen und Triebe ab. Der gezielte Einsatz von Pflanzenschutzmittel hilft ebenso. Von einigen Marienkäferarten wie dem Siebenpunkt werden die Holunderblattläuse übrigens gemieden, da die Tiere Giftstoffe aus dem Holunder aufnehmen (Sambunigrin) und damit für die Nützlinge ungenießbar sind.

Geschützter Rosenkäfer

Die etwa 2 cm großen, metallisch-grün glänzenden Rosenkäfer treten nicht nur an Rosen auf, sondern auch an Weißdorn oder Flieder. Sie ernähren sich von Pollen, teils fressen sie an den Blütenblättern. Größere Schäden treten nicht auf. Bekannt sind vor allem die Larven, die als Engerlinge gerne im Kompost auftreten und sich hier von der organischen Substanz ernähren. Die Entwicklungszeit der Larven beträgt etwa 2–3 Jahre. Im Gegensatz zu den an Pflanzenwurzeln fressenden Engerlingsarten von Maikäfer und Co. haben die Larven des Rosenkäfers nur recht kurze Beine und kriechen auf dem Rücken vorwärts. Der Rosenkäfer (Cetonia aurata) gehört in Deutschland zu den besonders geschützten Arten.

Blasenläuse an der Ulme

Verursacher auffälliger Gallen an den Blättern der Ulme sind meist verschiedene Blasenlausarten. Bei allen Arten erfolgt die Überwinterung als Ei an der Ulme. Die im Frühjahr schlüpfenden Blasenläuse – optisch ähneln sie Blattläusen – verursachen unterschiedlich ausgebildete Gallen. Möglich sind größere Blattaufwölbungen (Ulmenbeutelgallenlaus), bohnenförmige Gallen (Ulmenblasenlaus; siehe Abbildung) wie auch blasige Gallen, die nur Teile des Blattrands einnehmen (Ulmenblattrollenlaus). Die Schäden sind nur gering. In den Gallen sind die Tiere gut geschützt, sodass Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung wenig wirksam sind. Geflügelte Tiere besiedeln im Sommer artabhängig die Wurzeln unterschiedlicher Pflanzen („Wurzelläuse“) wie Birne, Johannisbeere, Stachelbeere oder auch Gräser und Getreide. Zum Herbst entstehen dort geflügelte Tiere, die zur Eiablage zur Ulme fliegen und den Zyklus schließen.

Mehltau an Stachelbeeren 

Ein mehlig-weißer Überzug auf den jungen Blättern, Trieben oder Früchten ist charakteristisch für das Erscheinungsbild des Amerikanischen Stachelbeermehltaus. Bekämpfen lässt sich der Pilz mit frühzeitigen und wiederholten Behandlungen mit Pflanzenschutzmitteln (Fungiziden) ab dem beginnenden Befall. Ein regelmäßiger Rückschnitt fördert einen lockeren Aufbau der Pflanzen. Pflanzen in Strauchform sind anfälliger als Halb- und Hochstämme. Neben Stachelbeeren werden auch Schwarze Johannisbeeren von dem Pilz befallen, wobei hier meist nur die Blätter betroffen sind. Wenig empfindlichen Stachelbeersorten sind zum Beispiel ‚Invicta‘, ‚Rokula‘ oder ‚Remarka‘, bei der Schwarzen Johannisbeere sind es ‚Titania‘ und ‚Ometa‘.

Checkliste

  • Sammeln Sie bevorzugt am Abend Schnecken mit der Hand oder einer Schneckenzange ab. Alternativen sind Schneckenkorn oder auch ein Schneckenzaun.
  • Ab einer Bodentemperatur von 12° C können Sie die Larven des Dickmaulrüsslers im Boden mit Nematoden bekämpfen.
  • Zur Bekämpfung der Monilia-Spitzendürre sollten Kirschbäume zur Blüte wiederholt mit geeignetem Fungizid behandelt werden.
  • Zur Verhinderung einer Eiablage verschiedener Gemüsefliegen (Zwiebelfliege, Kohlfliege, Möhrenfliege) decken Sie die Kulturen frühzeitig mit einem Netz ab.
  • Kontrollieren Sie den Gemeinen Schneeball (Viburnum) auf mögliche Fraßschäden und sammeln Sie die bevorzugt auf der Blattunterseite sitzenden Käferlarven ab.
  • Buchsbaum gewissenhaft auf einen Befall mit den Raupen des Buchsbaumzünslers prüfen.

 

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