Kleine Beete für große Ernte

Kleine Beete für die große Ernte

Das persönliche Gartenglück lässt sich auch auf einem kleinen Fleckchen in der Stadt verwirklichen. Dabei muss nicht einmal „herkömmliches“ Erdreich vorhanden sein, um Obst, Gemüse und Kräuter, Blumen, Gräser und Kleingehölze gedeihen zu lassen – „Erdräume“ aller Art und Größe geben den Pflanzen ihren Wurzelraum, vom Kräutertopf bis zum Hochbeet.

Richtig wässern

Die erste Wahl ist für viele Gärtner die Gießkanne – bequemer ist die Installation eines automatischen Bewässerungssystems. Ideal sind Micro-Drip-Systeme, die das Wasser über perforierte Schläuche oder Einzeltropfer direkt an der Erdoberfläche abgeben. Die Steuerung erfolgt über eine Zeitschaltuhr oder einen kleinen Bewässerungscomputer.

Perfekt geerdet

Wählen Sie eine speziell auf die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen abgestimmte Hochbeeterde, idealerweise in torffreier, organisch gedüngter Bio-Qualität. Empfehlenswert sind dreiteilige Befüllsysteme für Hochbeete: Einer Grundfüllung aus Nadelholz, die sich dank der groben, wasserableitenden Struktur ideal als Basis eignet. Einer mittleren Schicht mit wertvollem Hochbeetkompost. Zum Abschluss eine Bio-Hochbeeterde.

Hochbeete à la carte

Im Fachhandel finden Sie eine große Auswahl an Hochbeeten aus Holz, Stahl oder Kunststoff (oft recyceltes) in unterschiedlichen Größen; auch raumsparende trendige Modelle für schicke Balkon- und Terrassengestaltungen sind im Angebot. Tipp: Für viele Hochbeete gibt es Frühbeet-Aufsätze!

Alternativen zu Hochbeeten

Lagerkisten: Ob stabile Weinkisten aus massiven Holzlatten oder Bäckerei-Kästen aus robustem Gitter-Kunststoff: Diese gut belüfteten Behälter sind die Klassiker des Urban Gardening. Die Kisten werden mit Gartenvlies ausgelegt und mit Hochbeeterde befüllt.

Tröge, Wannen und Fässer: Eine rustikale Wirkung entfalten ausgefallene Gefäße. Wichtig: Achten Sie auf einen sicheren Wasserablauf!

Erd- oder Kartoffelsäcke: Erdsäcke werden durch kreuzweises Einschneiden geöffnet und bepflanzt. Kartoffelsäcke (besonders schön sind alte Jutesäcke) stellt man aufrecht auf, befüllt sie mit Erde und bepflanzt sie nach Gusto. Ideal für Tomaten, Gurken und Zucchini.

Die dritte Dimension

Wo der Platz begrenzt und wertvoll ist, sollte man die Vertikale nutzen – das gilt auch für City-Gärtner. Pflanztröge lassen sich meist problemlos mit einem Rankgitter versehen, das kletterndem Gemüse wie Erbsen, Bohnen, Gurken & Co. idealen Halt bietet. Ist der Trog breit genug, kann man im vorderen Bereich anderes Gemüse oder Kräuter kultivieren. Auch Rank-Obelisken sind eine ideale Stütze für Gemüse mit Hang zu Höherem. Sie eigenen sich für runde Kübel.

Über die Autorin

Garten-Redakteurin Kirsten Sonntag ist unsere Fachfrau für den City-Garten: Vor 14 Jahren gestaltete sie ihren Reihenhausgarten (6,70 x 16 Meter) in München: Rosen, Stauden und Gehölze, aber auch Gemüse und Kräuter finden dort Platz.

MP 1-2017