Urbaner Dschungel

Wohnen in Grün

Ein Reich aus Blättern und Dickicht: Je mehr Grünpflanzen im Raum sind, desto gedämpfter der Schall, desto besser die Luft und desto angenehmer die Atmosphäre. Mit „Urban Jungle“ ist eine Bewegung entstanden, die sich nicht mehr mit einzelnen Zimmerpflanzen begnügt.

Rund um den Globus entstehen gerade grüne Paradiese in den Wohn- und Schlafräumen begeisterter Pflanzenliebhaber. 30, 40 oder mehr Zimmerpflanzen werden zu künstlerischen Arrangements drapiert. Über ihren Blog und die sozialen Medien teilen die Urban Jungle Bloggers ihre Ideen, Inspirationen und praktische Tipps. Hätten Sie auch gerne einen grünen Dschungel in Ihren vier Wänden? Die Kunst ist es zunächst, den Raum trotz der Pflanzenfülle nicht überfüllt oder erdrückt aussehen zu lassen. Verteilen Sie daher die Pflanzen geschickt im Zimmer, gerne auch in einzelnen Grüppchen mit Pflanzen unterschiedlicher Größe, Form und Struktur.

In Themenbereiche gruppiert

Eine Idee für die Verteilung im Raum ist die Gruppierung in geografische/klimatische Bereiche. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Wüstenecke, bestehend aus Kakteen, Sukkulenten und Wolfsmilch-gewächsen (Euphorbien) sowie Aloe Vera komplettieren den Wüsten-Style mit ihren langen, aufrechten Blättern. Farne, Gummibäume, Dieffenbachien, Orchideen oder die Taropflanze geben einen tropischen Blätterwald ab. Einen japanisch-asiatischen Stil erreichen Sie zum Beispiel mit Bogenhanf und dem Chinesischen Geldbaum mit seinen runden, teilweise handflächengroßen Blättern am Ende von langen Stilen. Eine derartige Gruppierung ist allein deshalb sinnvoll, da Pflanzen aus unterschiedlichen Erdteilen unterschiedliche Standortbedürfnisse mit sich bringen. So bevorzugen Tropenpflanzen eine hohe Luftfeuchtigkeit und warme Temperaturen (mindestens 18 Grad) ohne direkte Sonneinstrahlung, während Wüstengewächse Sonne und trockene Luft lieben sowie mit größeren Temperaturschwankungen zurechtkommen.

 

Solopflanzen als Blickmagneten

  • Zwischen den Pflanzengruppen ziehen einzelne auffällige Solopflanzen die Blicke auf sich, zum Beispiel:
  • die großblättrige Monstera mit ihren glänzenden, löchrigen Blättern. Sie sollte eine Klettermöglichkeit haben und fühlt sich im Halbschatten wohl.
  • die Calathea mit ihren außergewöhnlich gemaserten Blättern, die an Pfauenfedern erinnern. Das Besondere an dem Gewächs aus dem Amazonas: die Clathea rollt nachts ihre Blätter ein. Sie eignet sich auch für luftfeuchte Badezimmer mit Tageslicht.
  • einzelne Kakteen wie der Cerveus peruvianus werden durch ihre bizarre Form zu lebenden Skulpturen – ein Blickfang für jeden Raum!

MP1-2017