Tomatenvielfalt

Rund und Rot waren gestern

Ein Gemüse, das in keinem Beet fehlen darf, ist die Tomate. Und der Klassiker überrascht mit einer ungeahnten Artenvielfalt: Mittlerweile sind in den Gärten immer mehr gelbe, orange oder sogar auberginefarbene Tomaten zu finden, von oval bis kürbisförmig.

 

Zum einem handelt es sich bei dem bunten Gemüse um neue Züchtungen, zum anderen aber auch um historische Sorten, die gerade ein Comeback erleben. Einige Beispiele sind:

‚Amish Pasta‘: Die rote Flaschentomate schmeckt sehr aromatisch, hat wenig Kerne, viel Fleisch und eine sehr zarte Haut. Leider sind auch Schnecken auf den Geschmack gekommen. Die Pflanzen sollten daher gut geschützt sein – ideal fürs Hochbeet.

‚König Humbert‘: Die sehr ertragreiche Stabtomate besticht durch ihren süßlichen Geschmack. Diese Sorte eignet sich am besten zum Kochen und Trocknen.

‚Ananas‘: Diese spätreifende Tomatensorte erinnert optisch an die exotische Frucht. Ihr Fleisch ist sehr saftig und gelb mit roten Einfärbungen.

‚Gelbe Dattelweintomate‘: Die alte deutsche Obsttomate ist gelb und ähnelt in ihrer Form einer Birne. Ihr Fruchtfleisch ist weich und schmeckt aromatisch-süß.

‚Best of all‘: Ob dieser Name sein Versprechen hält? Die Fleischtomate geht auf den US-amerikanischen Züchter James Chalk zurück, der runde, eher kleine Früchte hervorgebracht hat. Eingerissene Haut am Stielansatz ist für diese Tomatensorte charakteristisch.

Schmackhafte Favoriten

Die Beliebtheit der gesunden und schmackhaften Frucht hat auch ganz praktische Gründe. Vor allem im neu angelegten Beet sind Sie gut beraten, aufgrund der hohen Nährstoffkonzentration, sogenannte Starkzehrer anzubauen. Neben Kohl, Zucchini, Sellerie, Gurken und Lauch ist die Tomate der rote Klassiker.

Das gilt im Gemüsebeet ebenso wie im Hochbeet oder in Kübel und Töpfen auf dem Balkon. Bester Standort für ein Hochbeet mit Tomaten ist eine Südwand, denn die Pflanzen mögen es warm, sonnig sowie vor Wind und Regen geschützt. Decken Sie das Beet bei Regen mit einer Plane ab oder bauen Sie eine kleine Überdachung, um das Aufplatzen der Tomaten zu vermeiden. Beim Gießen sollten die Früchte nicht nass werden. So minimieren Sie das Risiko für Kraut- oder Braunfäule, der häufigsten Tomaten-Erkrankungen.

 

Nützliche Partner

Tomaten freuen sich über Schnittlauch, Möhren, Zwiebeln, Lauch, Sellerie, Petersilie und Bohnen als Nachbarn im Beet. Kartoffeln, Gurken und Erbsen sollten Sie dagegen meiden. Damit Tomaten mit ihren guten Partnerpflanzen nicht um Nährstoffe konkurrieren müssen, sollten Sie die Mischkulturen mindestens 30 Zentimeter von den Haupttrieben der Tomatenpflanzen entfernt einsetzen.

Tomaten ab Mai ins Beet pflanzen

Für eine schnellere Ernte werden Tomaten auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorgezogen. Auch im Fachhandel sind junge Pflänzchen erhältlich. Die Jungpflanzen können Sie nach den Eisheiligen, die 2017 zwischen dem 11. und 15. Mai liegen, bedenkenlos ins Beet setzen. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen mindestens 15 bis 20 Zentimeter hoch sind und kräftige Wurzelballen entwickelt haben. Vor dem Pflanzen sollte dieser gut gewässert sein.

MP2-17