Tipps vom Pflanzendoktor: Rotpustel an Laubgehölzen

Rotpustel: Häufig bei Laubgehölzen

Bevorzugt bei Hainbuchen-Hecken, anderen Laubgehölzen wie Ahorn oder auch an Trieben von Johannisbeeren finden sich manchmal bis zu drei Millimeter kleine, rosafarbene Pilzfruchtkörper in größerer Zahl. Diese Fruchtkörper sind ein Anzeichen für das Auftreten eines Pilzes mit Namen Rotpustel. Er wächst innerhalb des Holzes. Wenn es abgestorben ist, dringt er nach außen und bildet dort seine Fruchtkörper, deren Sporen über Wind und Wasserspritzer für eine weitere Verbreitung sorgen. Er infiziert dabei bevorzugt geschwächte Pflanzen und hier insbesondere Triebabschnitte mit Wunden, wie sie nach einem Heckenschnitt auftreten, oder eingetrocknete Enden von Seitenästen. Blätter werden vom Rotpustel nicht befallen. Eine direkte Bekämpfung des Pilzes mit Pflanzenschutzmitteln ist nicht möglich. Hier ist vorbeugend auf vitale Pflanzen zu achten und bei einem sichtbaren Befall sind die infizierten Schadstellen herauszuschneiden. Die Triebe sollten Sie dabei nicht auf dem Kompost im Garten entsorgen, da sich der Pilz auch von totem Material gut ernähren kann. Neben den rosafarbenen Fruchtkörpern bildet der Pilz insbesondere im Herbst und Winter zusätzlich dunkelrot gefärbte, mit etwa 0,5 Millimeter deutlich kleinere Fruchtkörper aus. Teils treten sie einzeln an den Trieben auf.

MP5-17