Endlich ist Erntezeit! Tipps für die Ernte

Pflaumen pflücken

 

Die ersten frühen Pflaumen- und Zwetschensorten sind jetzt reif. Da die Früchte von Pflaumen und Zwetschen je nach Sonneneinfall unterschiedlich schnell reifen, sollten Sie sie am besten je nach Reifegrad vom Baum pflücken. Besonders süß schmecken Zwetschen, wenn Sie am Stielansatz bereits etwas schrumpfen. Nach der Ernte sollten die Bäume ausgelichtet werden. Schneiden Sie dazu das alte Fruchtholz weg bzw. kürzen Sie dieses ein. Äpfel, Birnen und Pflaumen in Kübeln brauchen nun ständig Wasser, sonst verkümmern die Früchte oder fallen ab. Da der Wurzelraum im Topf begrenzt ist, sollten Sie auf eine ausreichende Nährstoffversorgung achten, dafür eignet sich am besten ein ganz normaler Flüssigdünger. Aber nicht mit dem Düngen übertreiben, sonst faulen die Früchte rasch und gerade Äpfel werden dann stippig.

 

Besser morgens

Damit Sie Ihr frisch geerntetes Stein- und Beerenobst auch in vollen Zügen genießen können, sollten Sie es immer in den Morgenstunden ernten. An heißen Tagen nimmt im Tagesverlauf der Wassergehalt ab, was zur Folge hat, dass die Früchte weicher werden und schneller verderben. Fauliges oder von Schädlingen betroffenes Fallobst sollte weiterhin regelmäßig aufgesammelt und in größeren Mengen besser in der Biotonne und nicht im Kompost entsorgt werden.

Zwiebeln nicht zu früh herausholen

Damit Zwiebeln möglichst lange lagernd halten, also nicht faulen oder vorzeitig austreiben, sollten Sie mit der Ernte abwarten bis die Röhrenblätter von selbst umknicken und vollständig vergilbt sind. Dann hebt man die Zwiebeln mit der Grabegabel aus der Erde, verteilt sie und lässt sie auf der Erde liegen und etwa zwei Wochen trocknen. Aus den Blattschöpfen der frisch geernteten Zwiebeln können Sie dekorative Zöpfe flechten und die Zwiebeln anschließend unter einem Vordach zum Trocknen aufhängen. Die getrockneten Speisezwiebeln werden bis zum Verzehr an einem trockenen und luftigen Platz gelagert.

 

Vitamin-Nachschub

 

Spinat und Feldsalat aussäen

Ab etwa Mitte August können Sie Spinat und Feldsalat direkt ins Beet säen. Die erste Spinaternte ist schon Ende September möglich. Feldsalat können Sie übrigens auch gut breitwürfig aussäen. Seien Sie damit aber sparsam, damit Sie später nicht zu stark vereinzeln müssen. Auch Winterportulak kann man ab jetzt bis November aussäen. Die Samen keimen bei acht bis zwölf Grad innerhalb von zwei bis drei Wochen. Die Ernte ist von Oktober bis März möglich. Gepflückt werden die jungen Blätter. Sie schmecken säuerlich-nussig und enthalten viele Vitamine. Man kann sie roh in Salat oder gedünstet wie Spinat zubereiten.

 

Blaubeeren pflanzen

Jetzt können Sie noch Blaubeeren pflanzen! Kulturheidelbeeren bevorzugen einen sonnigen Standort und einen sauren Boden. Für die Pflanzung müssen Sie deshalb ein entsprechend großes Loch ausheben und anschließend feines Häckselgut von Nadelhölzern und Rhododendronerde hineinfüllen. Nach der Pflanzung gießen Sie die Pflanzen kräftig an und bedecken das Beet mit einer Schicht Rindenmulch.

 

Jetzt die Blüten fürs nächste Jahr bestellen

Wenn Sie für den Frühling Blumenzwiebeln pflanzen wollen, sollten Sie jetzt Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Co. kaufen oder bestellen. Es kann sonst schnell passieren, dass Ihre Wunschsorten nicht mehr erhältlich sind. Damit die Qualität der Zwiebeln nicht leidet, pflanzen Sie sie am besten direkt nach Erhalt ein. Im Handel gibt es jetzt für Schmetterlinge, Bienen und andere Nützlinge spezielle Blumenzwiebelmischungen. Tipp: Die neuen Knollen sollten fest, glatt und trocken sein.

 

Es macht so viel Spaß, Chili und Paprika anzubauen – nicht zuletzt, weil die Pflanzen selten Probleme machen.

Ab September werden die scharfen Schoten in großer Menge reif. Nehmen Sie alle sich leicht rot färbenden Früchte frühzeitig vom Stock, können sich nochmals neue Blüten bilden. Dadurch können Sie die Chilis sogar zweimal abernten.

Für das Haltbarmachen gibt es mehrere Möglichkeiten: Klassisch werden Chilis zum Trocknen aufgehängt, damit sich keine Druckstellen bilden. Das Trocknen dauert etwa drei bis sechs Wochen. Auch das Einlegen in Öl oder Essig hat sich bewährt. Besonders gut kommt das Aroma der Chilis in frisch zubereiteten Saucen zur Geltung. Idealerweise haben diese süße und etwas saure Bestandteile. Ein paar Habanero-Chilis, etwas brauner Zucker und Limettensaft, dazu eine Prise Salz und ein paar Korianderblätter. Das Ganze mit dem Pürierstab bearbeitet ergibt eine wunderbar fruchtige Chilisauce.

 

Blätter von Wein und Kiwi auslichten

Weinreben und Kiwi sind über den Sommer so stark gewachsen, dass die Früchte durch die Blätter beschattet werden. Damit das Reifen der Früchte in den kommenden Wochen nicht beeinträchtigt wird, müssen Sie die Pflanzen beschneiden oder Triebe ausbrechen. Entfernen Sie vor allem Seitentriebe, die Schatten auf die Früchte werfen und keine Früchte tragen.

Pflanzen, bleibt gesund!

Rückschnitt für mehr Vitalität

Die Brennende Liebe (Lychnis chalcedonica) ist eine ca. 1 m große Staude, die einen locker-humosen Standort bevorzugt. Damit die Pflanze jedes Jahr üppig blüht und gesund bleibt, sollte sie nach der Blüte bis auf eine Handbreit über den Boden zurückgeschnitten werden. So bildet sie viele neue Triebe. Von Stauden, die stark versamen, wie Spornblume oder Frauenmantel, werden nach der Blüte die Samenstände entfernt, um neues Laub anzuregen.

Stauden teilen

Der September ist ein guter Monat, um Stauden, die im Spätsommer verblüht sind, zu teilen. Dazu zählen Frühlingsastern, Margeriten, Iris oder Trollblumen. Die Stauden werden mit der Grabegabel vorsichtig aus dem Boden gehoben. Zum Teilen nehmen Sie einen Spaten, für kleinere Pflanzen ein Messer. Bei Staudensonnenblumen zieht man den Wurzelballen mit beiden Händen auseinander. Die Teilstücke werden gleich wieder eingepflanzt.

Andere Stauden können bis zum Frühjahr ohne Rückschnitt stehenbleiben.

 

Vorausgeschaut

 

Heidepflanzen kombinieren

Heidepflanzen bringen kräftige Farbe in den frühherbstlichen Garten. Aber leider währt diese Zeit nicht lange. Wer das ganze Jahr über blühende Heide in seinem Garten haben möchte, sollte verschiedene Arten miteinander kombinieren. Die heimische Besen- oder Sommerheide (Calluna vulgaris) blüht von August bis zum Frost, danach folgt bis April die Schnee- und Winterheide (Erica carnea). Die Englische Heide (Erica darleyensis) setzt dann im Frühjahr Akzente und wird im Sommer von der Irischen Glanzheide (Daboecia cantabrica) und der Cornwall-Heide (Erica vagans) abgelöst.

 

Jetzt sammeln, später aussäen

Sommerblumen wie Klatschmohn und Malven lassen sich problemlos aussäen. Sammeln Sie dafür nur reife Samen aus Kapseln und Schoten, die bräunlich vertrocknet sind. Wenn die Samenstände gut getrocknet sind (nicht in praller Sonne), können Sie sie in einem Sieb vorsichtig mit den Fingern zerreiben und so die Samen von ihrer Hülle befreien. Das Saatgut wird in Papiertütchen gefüllt, die beschriftet werden sollten. Aufbewahrt werden sie am besten in einem luftdichten Behälter, zum Beispiel in einem Glas mit Schraubdeckel oder einer Frischhaltebox. Bis zum Frühjahr lassen sich die Samen bei Zimmertemperatur lagern (siehe Seite 24).

Clever düngen

 

Letzte Ration für Kübelpflanzen

Mediterrane Kübelpflanzen wie Oleander, Schmucklilie, Fuchsien (Foto) und Engelstrompete werden ab Ende August nicht mehr gedüngt. Genauso sollten Sie Kräuter in Töpfen wie Lorbeer, Rosmarin, Thymian, Salbei oder Zitronenverbene auf „Diät“ setzen. Andernfalls wird das Wachstum nochmals angeregt. Die Triebe reifen dann bis zur Winterruhe nicht mehr aus und faulen leicht.

 

Kalium für die Winterhärte

Herbstdünger mit dem Hauptbestandteil Kalium sorgen dafür, dass die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Frost werden. Kalium wird in den Zellsaft eingelagert und setzt so den Gefrierpunkt der Zellflüssigkeit herab. Obwohl es oft als Herbstdüngung bezeichnet wird, sollten Sie Kalimagnesia schon im August ausbringen. So stellen Sie sicher, dass die Pflanze das Kalium vor der Winterruhe aufnimmt. Besonders Rasen und immergrüne Pflanzen profitieren von einer Extraportion Kalium. Gleich nach dem Düngen sollten Sie unbedingt kräftig wässern, um die Nährstoffaufnahme zu begünstigen.

 

Rasenmulch nur dünn auftragen

Wenn Sie regelmäßig Ihren Rasen mähen, haben Sie immer genügend Mulchmaterial, das Sie zwischen Ihre Pflanzen streuen können. Damit keine luftundurchlässige Matte entsteht, sollten Sie etwas gröberes Pflanzenmaterial daruntermischen und die Schicht nur so dick wie einen Finger ausstreuen.

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