Die Stars des Sommers

Top Ten der Sommerstauden:

Stauden sind das Rückgrat und zugleich der Blickfang sommerlicher Beete und Rabatten. Ganz gleich, ob rustikale Bauerngärten, englische “Mixed Borders“ oder moderne Prärie- und Steppenpflanzungen: Ohne Stauden geht gar nichts! Robust, pflegeleicht, witterungsbeständig, eine gute Insektenweide

Ideale Bienen-und Schmetterlingsweide: Echinacea

oder eine lange Blühdauer oft bis in den Herbst hinein – die Vertreter dieser vielgestaltigen Pflanzengruppe besitzen unzählige Vorzüge.

Ein Staudenbeet muss gut geplant sein. Zum einen sollten bei entsprechender Beet-Breite mindestens drei Höhenabstufungen plus einer flachen, kissenartigen Randbepflanzung vorgesehen werden. Zum anderen gilt es, die Blütenfarben und Blütezeiten aufeinander abzustimmen. Ton-in-Ton, buntes Miteinander oder Kontraste wie etwa Blau-Weiß – diese Frage sollte man sich vor dem Pflanzen beantworten. Außerdem ist es unverzichtbar, die genauen Blütenzeiten der Arten und Sorten zu studieren. Rittersporn ist nicht gleich Rittersporn und Funkie ist nicht gleich Funkie: Viele Gattungen umfassen Dutzende oder gar Hunderte von Arten und Sorten, die sich in ihren Eigenschaften und Standortvorlieben, in Wuchshöhe und Blütenfarbe stark unterscheiden können. Genaues Hinschauen lohnt sich bei der Pflanzenwahl.

Späte Lichtblicke: Herbstanemone

Herbst-Anemone, Anemone japonica ‚Serenade‘

Anemone japonica, A. hupensis und A. tomentosa sind die bekanntesten Arten der Herbstanemone, die wiederum mit verschiedenen Sorten aufwarten. Die rein- oder cremeweißen, zartrosé oder kräftig rosafarbenen, meist einfachen oder halbgefüllten Blüten zeigen sich an langen, drahtigen Stielen, die sich sanft im Spätsommerwind wiegen und bis 100 cm hoch werden können. Bonus: Nach der Blüte erscheinen hübsche, wattige Samenstände.

 

Exotisches Leuchtfeuer: Fackellilie

Die aus Südafrika stammende Fackellilie (Kniphofia), auch Raketenblume genannt, macht sowohl in klassischen „Mixed Borders“ wie in modernen Prärie- und Steppenpflanzungen mit Wuchshöhen bis 140 cm „Bella Figura“. Die keulenförmigen, straff aufragenden, oft zweifarbigen Blüten faszinieren mit ihren leuchtenden Gelb-, Orange- und Rottönen von Juni bis September.

 

Verlässliche Schattenschönheit: Astilbe

Prachtspiere, Astilbe x arendsii ‚Fanal‘

Blütenstauden für den Schatten sind eher rar gesät – umso wertvoller sind Prachtspieren oder Astilben (Astilbe) mit ihren cremeweißen, rosa oder samtig roten Blütenrispen. Überzeugend ist außerdem die lange Blütezeit (je nach Art und Sorte) vom Früh- bis in den Spätsommer hinein. Die Wuchshöhen variieren von 40 bis 100 cm.

 

Auf den zweiten Blick: Frauenmantel

Frauenmantel Alchemilla mollis

Die robuste Staude (Alchemilla mollis) ist viel, aber kein Lückenfüller! Stattdessen gibt sie Beeten mit ihren filigranen Blütchen von Juni bis August eine nicht zu unterschätzende Leichtigkeit. Weich behaarte Blätter schützen den Boden vor dem Austrocknen. Die Wuchshöhe beträgt 40 cm.

 

Es grünt so grün: Funkien

Funkie Hosta ‚Patriot‘

Funkien (Hosta) leuchten in den unterschiedlichsten Grüntönen von frischem Gelbgrün bis hin zu gräulich überlaufenem Blaugrün. Hinzu kommen hell panaschierte und gerandete Sorten. Die Blüten sind dennoch nicht zu unterschätzen: Die weißen, fliederfarbenen oder blauvioletten Glöckchen zieren viele Wochen lang.

Der Unterschätzte: Kerzenknöterich

Bistorta amplexicaulis ‚Pink Elephant‘

Der Kerzenknöterich (Bistorta amplexicaulis) besticht mit Blüten, die sich bis zum ersten Frost in sattem Rot zeigen; es gibt auch weiße und rosa Sorten. Die Wuchshöhen betragen 60 bis 120 cm.

Robustes Multitalent: Storchschnabel

Im Vordergrund: Das Blühwunder Geranium ‚Rozanne‘- der Porsche unter den Storchschnäbeln…

Storchschnabel (Geranium) gedeiht in Sonne und Halbschatten, ist in mehreren Arten und Sorten mit weißen, rosa, violetten oder blauen Schalenblüten erhältlich und fügt sich spielend in jeden Gartenstil ein. Frühe Arten und Sorten blühen im Mai/Juni, späte von Juni bis September. Ein absolutes Blühwunder ist die violettblaue Sorte ‚Rozanne‘ von Mai bis November.

Farbstarkes Dreamteam: Sonnenhut

Rudbeckia Sonnenhut, Rudbeckia fulgida ‚Goldsturm‘
Echinaceae vd. Sorten: spektakuläre Blütenpracht!

Unter dem Gelben oder Gewöhnlichen Sonnenhut versteht man die Gattung Rudbeckia, während der Purpur-Sonnenhut unter dem botanischen Namen Echinacea gehandelt wird.

Beide sind sehr beliebte Stauden und bilden breite Horste; gemeinsam sind ihnen außerdem die lange Blütezeit von Juli bis Oktober und eine Wuchshöhe bis 80 cm. Sie passen gut in Staudenpflanzungen und bilden leuchtende Blickfänge, wenn man sie Seite an Seite setzt.

Optischer Ruhepol: Ziergräser

Gräser sind bei vielen Pflanzungen wie das sprichwörtliche Salz in der Suppe: Sie setzen sich von der bunten Blütenpracht ab, bilden inmitten farbenfroher „mixed borders“ einen optischen Anker, sorgen für Ruhe und Klarheit. In Bauerngärten sind sie fester Bestandteil, und auch in trendigen Steppen- und Präriegärten dürfen sie nicht fehlen. Gräser sind in allen Wuchshöhen erhältlich (vom Blauschwingel mit 30 cm Wuchshöhe über das Federborstengras mit 90 cm Höhe bis hin zum Pampasgras mit 250 cm) und lassen sich somit im vorderen, mittleren oder hinteren Bereich von Staudenrabatten einsetzen. Zusätzliches Plus: Viele Arten bilden auch im Winter willkommene Blickfänge.

Gräser im Garten: auch im Winter einfach schön!

Royaler Hingucker: Rittersporn

Rittersporn Delphinium ‚Royal Aspirations‘

Als Prachtstaude ist der Rittersporn (Delphinium) in jeder Staudenpflanzung ein Muss. Die bis zu mannshohen Schönheiten erstrahlen in königlichen Blautönen, aber auch in Weiß, Cremeschattierungen, Violett und pastelligem Flieder. Blütezeit ist je nach Art und Sorte im Früh- und Hochsommer. Tipp: Staudenringe helfen, die hoch aufragenden Horste zusammenzuhalten.

MP3-18