Späte Juwelen beschließen den Sommer

Welche Attraktionen erwarten uns, wenn der Höhepunkt des Sommers vorbei ist? Neben Gräsern und unermüdlich blühenden Einjährigen sind da noch ein paar alte Freunde, die uns jedes Jahr wieder Freude bereiten, während sich andere schon längst von uns verabschiedet haben.

Freunde sind wie Sterne, sagt man. Zwar kann man sie nicht immer sehen, aber sie sind immer da. So verhält es sich auch mit Stauden. Sie kommen jedes Jahr wieder. Vielleicht lassen sich die Spätzünder unter ihnen am Anfang der Saison nicht blicken, dafür blühen sie erst recht auf, wenn andere am Ende ihrer Energie sind. Eine lebensfrohe Freundin für den Spätsommer ist die eindrucksvolle Sonnenbraut (Helenium), die je nach Sorte, bis in den September durch warme Orange-Rottöne auffällt. Ebenfalls ein Sonnenkind ist der sogenannte Sonnenhut (Rudbeckia ‘Goldsturm’), der unermüdlich bis Oktober durchhält.

Sonnenhut Rudbeckia ‚Goldsturm‘

Im Gegensatz zu den Herbst-Anemonen (Anemone-Japonica-Hybriden) sind die akrobatisch veranlagte Gelenkblume (Physostegia virginiana) und die Lilientraube (Liriope muscari) weniger bekannt, dafür aber zuverlässige und treue Seelen, die bis Oktober durchhalten – ebenso wie der stolze Eisenhut (Aconitum carmichaelii ‘Arendsii’) und die zauberhaft elegante Silberkerze (Cimicifuga simplex). Am geduldigsten sind sicherlich Astern, die in ihrem Pastellkleid bis zum Schluss der Saison abwarten können, um die ungezwungene Gesellschaft der Gräser zu genießen.

Astern im Herbst- nicht nur sehr dekorativ sondern die perfekte Bienenweide!

Trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere verstehen sich die späten Gäste prima und kommen deshalb gerne im nächsten Jahr wieder zu Besuch.

MP4-18