Kräuter Aroma-Kick für die Sommerküche

Frisch aus dem Garten oder vom Balkon schmecken Kräuter einfach am besten. Sie sind kinderleicht zu kultivieren und verleihen Grillgerichten, Beilagen, Salaten und Getränken einen feinen, würzigen Geschmack. Erfahren Sie, was die Pflanzen brauchen und wie Sie sie verwenden. Wir wünschen Guten Appetit!

 

Basilikum – der Beliebte

Strauchbasilikum (Ocmium basilicum) „Magic Mountain“: robuste Variante des Basilikums

Standort: hell und warm, keine pralle Sonne, in feuchter, nährstoffreicher Erde.

Verwendung: Die würzigen Blätter sind perfekt für Pesto, Pizza, Pastagerichte, Bruschetta und Caprese. Mit dem Mörser zerrieben geben sie Limonaden und Cocktails eine besondere Note, aber auch in selbstgemachtem Bananen-Eis sind sie feingehackt ein Highlight. Thai-Basilikum passt zu Currys, Sommerrollen und asiatische Suppen.

Tipp: Triebspitzen statt einzelner Blätter ernten. Frische Blätter beim Kochen erst im letzten Moment dazugeben.

 

Rosmarin – herb und harzig

Rosmarin ‚Blue Eis‘ (Rosmarinus officinalis)

Standort: sonnig und geschützt, in durchlässigem Boden mit Kalk. Frostfrei überwintern.

Verwendung: Kartoffeln, Lamm, Grillgerichte, Eintöpfe und zitronige Getränke harmonieren mit dem intensiven Geschmack von Rosmarin. Beim Kochen entfaltet sich das Aroma am besten in gebratener Butter oder in einer Ölmarinade, besonders wenn die Nadeln grob gehackt werden.

Tipp: Für Rosmarin-Spießchen Triebe teilweise entnadeln und anspitzen. Fleischstückchen ähnlich wie bei Schaschlik aufspießen und anschließend braten oder grillen.

Salbei – Begleiter für Fleisch und Fisch

Purpursalbei (Salvia officinalis purpurascens)

Standort: sonnig, in durchlässigem, kalkhaltigem Boden.

Verwendung: Die filzigen Blätter verfeinern aufgespießt Fleisch und Fisch, aber auch Salate und Spiegeleier. Schmelzen Sie Butter in der Pfanne und geben Sie Salbeistreifen dazu – schon haben Sie eine wunderbare Soße zu Gnocchi!

Tipp: Die Blätter lassen sich gut trocknen. Dann sollten sie jedoch luftig gelagert werden, da sie sonst schimmeln.

Minze – die Erfrischende

Grapefruit-Minze (Mentha suaveolens x piperita)

Standort: halbschattig auf humusreichem, feuchtem Boden, wuchert gerne.

Verwendung: Klassisch wird die Minze für Tees und zu nahezu allen Süßspeisen verwendet. Sie peppt aber auch Couscous und Erbensuppe auf.

Tipp: Eine Traumkombination ist Melone mit Minze und Feta. Ruckzuck – fertig ist der Party-Snack!

 

 

Thymian – der Unentbehrliche

Goldthymian (Thymus citridorus variegata)

Standort: sonniger Platz mit durchlässigem Boden, im Winter geschützt halten.

Verwendung: Seine Würze unterstreicht Fleischgerichte, besonders Geflügel, sowie Pizza, Eintöpfe und verschafft angetrocknet fruchtigen Zitrus-Getränken eine erfrischend herbe Note.

Tipp: Orangen- und Zitronen-Thymian schmecken vorzüglich als Kräutertee zubereitet oder in kühlenden Sorbets.

Zitronenmelisse – die Vielseitige

Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Standort: sonniger Standort in humosem Boden. Im Winter vor Frost schützen. Da die Pflanze gerne wuchert, in Töpfe oder mit Wurzelsperre pflanzen.

Verwendung: Die frischen Blätter eignen sich zum Verfeinern von Limonaden, Smoothies, Bowle, Obstsalaten und zum Garnieren von Süßspeisen. Gehackt kann man sie in Eiswürfeln einfrieren, getrocknete Blätter werden für Tee genommen.

Tipp: Ein Esslöffel gehackte Melisse in den Obst- und Gemüsesmoothie geben und mit Buttermilch und Honig mixen.

Lavendel- der Duft des Sommers

Lavendel (Lavandula angustifolia)

Ein süßes, blumiges Bouquet weht durch die weit geöffnete Balkontür. Damit eröffnet uns der Lavendel, dass der Sommer Einzug gehalten hat. Seine Blüten in Violett, Rosé und Weiß sorgen bis in den Spätsommer für mediterranes Flair. Alle Lavendelsorten lassen sich sehr gut in Kübel und andere Gefäße pflanzen, sodass er Balkone und Terrassen zum Blühen bringt. Gängige Sorten wie ‚Hidcote Blue‘, ‚Grappenhall‘, die rosafarbene Sorte ‚Rosea‘ sowie die weiße ‚Arctic Snow‘ sind frosthart. Am eindrucksvollsten sind die Blüten des Schopf-Lavendels durch seine lilafarbigen Hochblätter. Ihn sollte man jedoch frostfrei überwintern. Damit Sie an Ihren Kübelpflanzen über mehrere Jahre hinweg Freude haben, pflanzen Sie sie in eine Mischung aus Erde, Sand und Humus. Das Wasser sollte unbedingt gut ablaufen können, damit keine Staunässe entsteht.

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