Sommerblüten

 

…sind viel mehr als nur Lückenfüller im Topfgarten!

Der einjährige Sommerflor begeistert uns mit seiner Fülle und Blütenpracht. Doch das ist längst nicht alles: Pflanzen im Topfgarten können auch anders. Stauden zum Beispiel. Sie sind, abseits vom Gartenbeet, unkomplizierte Begleitpflanzen, die uns jedes Jahr aufs Neue begeistern.

Wer bei Stauden an üppige Beete im Garten denkt, in denen immer wieder neue Blüten zum Vorschein kommen, weiß unter Umständen nicht, wozu die unkomplizierten Multitalente noch fähig sind. Viele Stauden eignen sich bestens zur Topfkultur und setzen auf Balkon und Terrasse erfrischende Akzente. Das mehrmals jährliche Neupflanzen entfällt: Stauden sind winterhart und können problemlos im Winter draußen bleiben. Im Frühjahr treiben sie neu aus und bezaubern mit noch üppigerer Blüte als im Vorjahr – vorausgesetzt, sie erhalten ein Minimum an Pflege. Auch Sortensammler sind mit Stauden im Topf gut bedient: Die Raritäten hat der Pflanzenfan hier viel besser im Blick.

Erfolgreiche Topfkultur

Irgendwann sollten Sie Ihre Stauden im Topfgarten dann aber doch umtopfen… Das geschieht immer dann, wenn der Topf für die Größe der Pflanze und ihren Wurzelballen zu eng wird. Haben Sie keinen Platz für größere Töpfe, dann teilen Sie die Staude einfach und pflanzen dann nur noch die Hälfte davon zurück in den Topf. Die andere Hälfte können Sie zum Beispiel an Freunde mit Garten verschenken – oder einfach in einen zweiten Topf einpflanzen. Versorgen Sie die Pflanzen beim Umtopfen und Teilen mit etwas Kompost und frischer Blumenerde. Grundsätzlich sollten Sie darauf achten – wie bei allen anderen Topfgartenbewohnern auch –, dass die Pflanzen nicht austrocknen und, je nach Anspruch, ausreichend mit Licht versorgt sind. Die Vielfalt der Stauden macht es möglich, dass nicht nur Sonnenanbeter den Topfgarten bereichern, sondern auch Schatten liebende wie Funkien oder Farne.

Teich en miniature

Selbst ein Mini-Wassergarten ist auf Balkonien möglich: Dekorieren Sie zum Beispiel Vasen, Schalen und ähnliches mit Wasserpflanzen.

Da das Wasser hier schnell verdunstet sollten Sie den Wasserstand täglich kontrollieren. Abgesehen davon sind Wasserpflanzen unkompliziert und benötigen wenig Nahrung. Bei Seerosen reicht zum Beispiel eine Handvoll Hornspäne im Frühjahr, die Sie in die Erde des Pflanzkorbes drücken, für den Rest des Jahres aus. Für die Kultur auf dem Balkon eignen sich Mini-Seerosen wie Nymphaea x pygmaea mit hellgelben Blüten.

Da diese allerdings nicht winterhart sind brauchen sie einen frostfreien und hellen Platz zum Überwintern.

Bunte Blütenpracht

Sonnenhut, Taglilie, Mädchenauge, Flammenblume, Salbei und viele mehr bringen Sommerlaune in den Topfgarten. Ihre lange Blütezeit kann zwar nicht ganz mit der Blütenfülle der Einjährigen konkurrieren, dennoch setzen sie frische Akzente. Wählen Sie Sorten, die zum Einjahresflor passen. Besonders harmonisch wirken immer Kombinationen aus einer Farbfamilie. Mischen Sie unterschiedliche Blütenformen – das verleiht dem Ensemble Spannung und wirkt natürlicher. Vor allem aber trauen Sie sich ran an die Stauden für den Topf: Es macht Spaß, eine Sammlung anzulegen und diese jährlich zu erweitern!

Wohlfühlen im Topfgarten

Stimmt das Rundum-Paket, lässt es sich im Topfgarten wunderbar entspannen – auch bei wenig Platz. Ein paar Hocker, eine Bank, Kissen, ein wetterfester Teppich sind die unkomplizierten Basics. Pflanzen sind die Kür: Unzählige Kombinationen sind hier möglich, verschiedene Stauden, Gräser, Kräuter, Einjährige, … Beruhigend wirken Ton-in-Ton-Kombinationen in Blau, Rosé und Violett.

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