Reihenhausgärten- Ideen für schmale Gärten

3 Ideen für schmale Gärten

Reihenhausgärten haben oft ein sehr langgestrecktes Format. Wir verraten Ihnen ein paar Tricks, wie Sie solche Gärten interessant gestalten und größer wirken lassen.

Viele Gartenbesitzer gehen davon aus, dass eine unberührte Rasenfläche den Garten weitläufig erscheinen lässt. Deshalb wird oft nur ein Randstreifen der Grünfläche bepflanzt und die Mitte bleibt frei. Der Garten ist zwar mit einem Blick überschaubar, wirkt dadurch aber leider auch eintönig. Wird dazu an den seitlichen Grenzen ein hoher Sichtschutz angebracht, entsteht schnell ein Tunneleffekt.

Wer seinen Garten spannender gestalten möchte, nutzt und betont die volle Breite und teilt ihn in Räume ein. Dazu gliedert man den Garten quer zur Längsrichtung mit Beeten, kleinen Hecken oder Zäunen. Auch Wege, die geschwungen sind, abknicken oder Zickzack durch den Raum führen, lenken von der Schlauchform ab. Mit dem Verlauf des Weges wechselt die Blickrichtung. Das macht den Spaziergang abwechslungsreicher.

Ein echter Gewinn für den Garten ist die Gestaltung kleiner Räume. Hinter Hecken oder Wänden kann sich so manch spannende Ecke verbergen: ein lauschiger Sitzplatz, ein Gemüsebeet oder ein Spielbereich für Kinder. Besonders einladend als Eingang für solche „Gartenzimmer“ sind schöne Tore oder berankte Bögen. Auch Fenster und Durchblicke wecken die Neugierde und machen Lust, den Garten zu erkunden. Gartenarchitekten raten dazu, Sichtachsen in die Ferne freizulassen oder die Aussicht gezielt auf einen hübschen Blickfang zu lenken. Das kann zum Beispiel ein Baum oder der Quellstein des Nachbarn sein, der so miteinbezogen wird.

Trotz eines kleinen Gartens müssen Sie auf nahezu nichts verzichten. Dort können Rosen blühen, Kräuter und Obst gedeihen und für ein plätscherndes Gewässer ist auch noch Platz. Nutzen Sie in jedem Fall die dritte Dimension: Pflanzen Sie Kletterpflanzen, ziehen Sie Kiwi, Apfel oder Birnen am Spalier und platzieren Sie Kräuter in Töpfen auf einer Pflanztreppe. Vielleicht ist auch ein Wandbrunnen eine Alternative zum Teich? Das spart Platz am Boden. Zudem können Sie sich an den Attraktionen auf Augenhöhe erfreuen.

Gerade Linien

Geometrische Formen bestimmen hier den Grundriss. Sie eignen sich besonders gut für kleine Gärten, da sie Struktur und Größe suggerieren.

Der Garten ist klar in zwei Teile plus Terrasse aufgeteilt. Zwischen Rasenfläche und Holzdeck ist ein quadratisches Wasserbecken eingeklinkt, das dem Raum Spannung verleiht und sowohl vom oberen Sitzplatz als auch von der Terrasse aus gut zu sehen ist. Die Trittsteine im Rasen verbinden die Terrasse mit dem Wasser und laden dazu ein, über das Wasser zu balancieren und die Wasserpflanzen oder auch Fische aus nächster Nähe zu betrachten. Über eine Verengung in der Mitte des Grundstücks gelangt man hinauf zum Holzdeck, wo zwei lange Bänke die Ecke flankieren. Hier ist genug Platz für die nächste Gartenparty! Ein Sichtschutz aus Holzlamellen sorgt für Privatsphäre, während Kletterpflanzen die Szene auflockern. Blumenbeete und Sträucher bringen Leben in den Garten und säumen den Rand des Grundstücks ohne zuviel Platz an der Seite einzunehmen. An der Terrasse dürfen sie höher sein, dann halten sie störende Blicke ab.

Natürlich geschwungen

In der Natur gibt es keine rechten Winkel. Deshalb bestimmen weiche Übergänge und sanfte Bögen dieGestaltung in dieser Variante.

Die Rasenfläche führt in Kurven an Blumenrabatten und Sträuchern vorbei zu einem kreisförmigen Sitzplatz am Ende des Gartens. Umgeben von Pflanzen liegt er geschützt, ist aber dennoch schnell erreichbar. Hier lässt es sich abseits der Terrasse gut zur Ruhe kommen. Optional ließe sich dieser Teil mit einem Rosenbogen als Entrée etwas mehr abschirmen. Von der Terrasse aus ist der Seerosenteich stets gut im Blick. Steine und Sumpfpflanzen fügen ihn harmonisch in den Garten ein. Im Blumenbeet rechts zieht ein kleiner Baum die Blicke auf sich. Dafür eignen sich zum Beispiel Japanischer Ahorn, Felsenbirne, Japanischer Hartriegel oder eine Kugelrobinie. Wer den Schwung der Beete besonders betonen möchte, kann den Rand mit niedrigen Hecken einfassen.

Diagonal gedreht

Ungewöhnlich, aber sehr attraktiv ist ein Parcours im Zickzack. Das wird Ihren Blickwinkel auf den Garten verändern!

Ob die Terrasse gerade oder wie hier im schrägen Winkel angelegt ist – es lohnt sich in jedem Fall, einmal „um die Ecke“ zu denken. Die Blumenbeete am Rand werden als Dreieck angelegt und seitlich versetzt – so lenken Sie von der langen, schmalen Form des Gartens ab ohne Platz zu verschwenden. Durch die Richtungswechsel beim Gehen eröffnen sich dem Betrachter immer wieder neue Perspektiven und so erscheint der Garten größer als er ist. An der Terrasse schützen Blumen und Gehölze vor Wind und fremden Blicken, während das dreieckige Wasserbecken in Ruhe betrachtet werden kann. Es ist von zwei Seiten zugänglich. Wird der Beckenrand nicht ebenerdig, sondern kniehoch angelegt, lässt sich der Rand als Sitzmauer nutzen. Nach rechts fällt der Blick auf die Blumenbeete, aus denen sich ein schöner Solitärstrauch hervorhebt: das kann ein Blütenstrauch oder ein immergrünes Gehölz sein, das auch im Winter seinen Habitus zeigen darf.

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