Palmen- Grüne Exotik im Haus

Auf dem Sofa liegen und sich in die Karibik träumen: Palmen bringen exotisches Flair ins Wohnzimmer. Die Auswahl der meist pflegeleichten Zimmerpflanzen ist groß: Mehr als 200 Gattungen und etwa 3 000 Palmenarten stehen zur Verfügung.

Palmen gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Das liegt an ihrer eleganten Erscheinung mit dem aufrechten Stamm und dem exotischen Blätterwald ebenso wie an ihrer Genügsamkeit. Die meisten Zimmerpalmen geben sich mit einem hellen Standort und Wasser einmal pro Woche schon zufrieden. Die Familie der Palmen ist vielseitig, die Auswahl groß. Anders als bei anderen Zimmerpflanzen werden Sie im Handel keine unterschiedlichen Sorten finden, denn es handelt sich bei allen Palmen um botanische Arten. 

Zu den beliebtesten und für Anfänger geeigneten Arten zählt die Steckenpalme (Rhapis excelsa und Rhapis humilis). Sie ist mehrstämmig und zeichnet sich durch ihre dunkelgrünen, fächerförmigen Blätter aus. Die bambusartigen Stiele sind mit braunen Fasern versehen und verleihen der Steckpalme ein besonders dekoratives Aussehen. Auch die Fischschwanzpalme (Caryota) besticht durch ihre ungewöhnliche Form und spannende Silhouette. Durch ihre doppelt gefiederten Blätter unterscheidet sie sich von anderen Palmenarten. Auffallend sind auch die Blattenden, die wie abgerissen aussehen. Im Topf kann sie bei guter Pflege etwa 1,5 Meter hoch werden.

Wenn Sie sich einen imposanten Blätterwald wünschen, führt kaum ein Weg an der Chinesischen Fächerpalme bzw. Livingston-Palme (Livistona) vorbei. Diese Zimmerpalme ist jedoch etwas aufwendiger in der Pflege und benötigt vor allem eine hohe Luftfeuchtigkeit. Diese belohnt sie mit üppigen Fächerblättern, die teilweise miteinander verwachsen und somit wie ein sehr großes Blatt wirken. Die einzelnen Blätter bestehen aus zahlreichen etwa zwei Zentimeter breiten spitzen Strahlen, deren Spitzen oft nach unten geneigt sind.

Die Friedenspalme (Cycas), auch Sagopalmfarn genannt, hat als typisches Merkmal kräftige, gefiederte, dunkelgrüne Blätter, die beinahe rosettenförmig um einen Stamm herumwachsen.

Bei jungen Pflanzen sieht der Stamm noch kugelrund aus. Ältere Pflanzen haben massive, dicke Stämme, die immer höher werden. Im Handel werden sowohl junge als auch ältere Palmfarne angeboten. Die Friedenspalme sollte im Sommer – wenn möglich – ins Freie.

Darauf ist beim Kauf zu achten

Achten Sie beim Kauf auf die Topfgröße, Höhe und Blattlänge, die alle zusammen etwas über das Alter der Pflanze aussagen. Je älter, desto größer und kostspieliger ist die Palme. Überprüfen Sie, ob die Palmen frei von Krankheiten und Schädlingen sind. Achten Sie vor allem auf Woll-, Napf- und Schildlaus. Wenn Palmen zu trocken gehalten werden, können Spinnmilben auftreten. Sie erkennen diese an grau gefärbten Blättern. Braune Blattspitzen sind die Folge zu niedriger Luftfeuchtigkeit, Blätter färben sich bei zu trockenem oder zu nassem Topfballen gelb.

Pflegetipps

Je nach Standort, Größe der Pflanze und der Stärke der Blätter benötigt die Palme mehr oder weniger Wasser: Je dicker und steifer die Blätter (Cycas und Rhapis) desto weniger Wasser, je dünner und zarter die Wedel (Livistona und Caryota), desto mehr. Die beiden Letztgenannten werden außerdem gerne besprüht, vor allem im Winter, wenn im Haus die Heizung läuft und die Luft besonders trocken ist. Die meisten Palmen wachsen am besten, wenn die Wurzeln nur wenig Platz haben. Wählen Sie daher eher kleine Töpfe. Damit Ihre Palmen lange gesund und schön aussehen, sollten Sie sie alle vier Wochen etwas düngen.

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