März/April: Tipps vom Gartendoktor

Winzige Tomatenrostmilben

Die mit knapp 0,2 Millimetern nahezu kaum erkennbaren Tomatenrostmilben leben auf den Blättern, Stielen und Früchten von Tomaten und anderen Nachtschattengewächsen. Die geschädigten Blätter verfärben sich rostig bis bronzeartig und rollen sich am Blattrand nach oben ein. Auf den Früchten treten die Tiere in teils hoher Zahl auf. Sie bevorzugen trocken-warme Bedingungen wie im Gewächshaus.

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Marienkäfer bei seiner Lieblingsspeise…

(Fast) immer nützlich: Der Marienkäfer und seine Larven

Im Frühling legen Marienkäfer ihre Eier am liebsten auf die Blattunterseite verschiedener Pflanzen ab. Die meist 10 bis 30 Eier sind oval, gelblich gefärbt und etwa 2 Millimeter groß. Die Eier von verschiedenen Blattkäfern wie dem Kartoffelkäfer oder Erlenblattkäfer – deren Larven jedoch als Schädlinge an Blättern fressen – sind denen des Marienkäfers ähnlich. Zur Unterscheidung: Die Eier der Marienkäfer sitzen stets spitz-oval auf. Nicht alle Marienkäfer ernähren sich von Blattläusen, einige „Sonderlinge“ fressen auch Mehltaupilze wie der gelbe 22-Punkt-Marienkäfer, der an Eichen häufiger auftritt. Einige wenige Arten ernähren sich auch von Pflanzen, fressen somit Blätter wie der 24-Punkt-Marienkäfer. Grundsätzlich ernähren sich die Larven der Marienkäfer (Foto) ähnlich wie die erwachsenen Tiere.

Nützliche Marienkäfer-Larve

Von den weltweit etwa 5 000 vorkommenden Marienkäferarten leben rund 100 Arten auch in Mitteleuropa. Es gibt somit durchaus mehr Arten als nur den allseits bekannten 7-Punkt-Marienkäfer oder den aus Asien eingeschleppten Asiatischen Marienkäfer, der sich auch zunehmend in Deutschland ausbreitet. Larven fressen während ihrer Entwicklungszeit durchschnittlich 200 bis 600 Blattläuse. Die Käfer schaffen es am Tag auf 50 bis 100 Tiere. Nicht umsonst sind Marienkäfer und ihre Larven gern gesehene Gäste im eigenen Garten.

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Frostschäden am Apfelbaum

Spätfrostschäden am Apfel äußern sich unterschiedlich: Die Blätter sind beispielsweise meist deutlich gekräuselt. An den Früchten entstehen später Frostgürtel, die sich bandartig um die Frucht legen und rissig-korkig aussehen. Teilweise kann es aber auch ausgehend von der Kelchgrube zu deutlichen Fruchtschäden kommen. Der Geschmack wird nicht beeinträchtigt. Sie können die Äpfel bedenkenlos genießen. Wenn der Spätfrost nur einzelne Blüten beschädigt, entspricht dies einer natürlichen Ausdünnung. Der Apfelbaum kann das problemlos kompensieren. Im eigenen Garten sind allerdings die Möglichkeiten zum Frostschutz begrenzt. Ein Vlies zur Abdeckung der Gehölze kann helfen, das Schlimmste bei einem Spätfrost an den Blüten zu verhindern.

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Vorsicht: Bambusspinnmilbe

An und für sich weist Bambus nur wenige Schaderreger auf. Doch in den letzten Jahren hat sich eine aus Asien eingeschleppte Milbenart ausgebreitet. Diese „Bambusmilbe“ gehört zur Gruppe der Spinnmilben, weist aber andere Symptome auf. Während sich auf der Blattoberseite nur einzelne helle Punkte und Verfärbungen zeigen, bilden sich blattunterseits wenige Quadratzentimeter große Nester, die sich unter einem dichten, weißen Gespinst befinden. Darunter leben die gelblich gefärbten Milben in Kolonien, saugen an den Pflanzen und legen dort ihre Eier ab. Die Entwicklungszeit beträgt nur zwei bis drei Wochen. Insbesondere im Sommer kann sich rasch eine größere Population aufbauen. Kontrollieren Sie die Pflanzen jetzt im Frühjahr auf einen ersten Befall. Aufgrund des schützenden Gespinsts lassen sich die Tiere nur schwer bekämpfen. Sie können ölhaltige Pflanzenschutzmittel grundsätzlich einsetzen, manche Bambusarten reagieren jedoch mit Blattverfärbungen oder sogar Blattabwurf. Eine Alternative sind Pflanzenschutzmittel gegen Milben, sogenannte Akarizide, die im Fachhandel erhältlich sind.

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Checkliste

  • Mit steigenden Bodentemperaturen können Sie Nematoden gegen die Larven des Dickmaulrüsslers einsetzen. Lösen Sie die in einem Granulat oder Pulver gelieferten Nematoden in Wasser auf und bringen Sie sie mit einer Gießkanne aus.
  • Decken Sie Gemüsepflanzen mit einem dichten Kulturschutznetz ab, um sie vor Gemüsefliegen zu schützen.
  • Kontrollieren Sie Apfelbäume auf einen Befall mit Schorf und Mehltau. Diesen bekommen Sie mit regelmäßigen Behandlungen mit zugelassene Pflanzenschutzmitteln in den Griff.
  • Prüfen Sie vor allem das Buschinnere der Buchspflanzen auf Buchsbaumzünsler.

    Raupe des Buchsbaumzünslers

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