Süße Versuchung

Wenn man Erdbeeren schon nicht widerstehen kann, dann hat man sie eben doppelt gern! Umso mehr, da sich die süßen Früchtchen problemlos sowohl im Beet als auch im Topfgarten selbst anbauen lassen. Mit cleverer Sortenwahl können Sie die Ernte bis in den Herbst verlängern!

 

Erdbeeren und Sommer gehören einfach zusammen, denn die süßlichen Früchte sind bei Kindern und Erwachsenen Naschkatzen gleichermaßen beliebt. Frisch geerntet aus dem eigenen Garten schmecken Erdbeeren besonders gut. Dafür benötigt die Pflanze lediglich einen sonnigen, windgeschützten Platz und ein wenig Pflege. Die beste Pflanzzeit für Erdbeeren ist von Juli bis August – dann können Sie im Folgejahr die ersten Früchte ernten!

 

Die heutige Garten-Erdbeere entstand im 18. Jahrhundert aus einer zufälligen Kreuzung aus der Chile- und der Scharlach-Erdbeere und hat sich in Europa schnell als beliebte Gartenpflanze verbreitet. Was viele nicht wissen: Die Erdbeere ist gar keine Beere, sondern eine Sammelnussfrucht, deren gelbe Samen kleine Nüsse sind, die auf der dünnen Schale des roten Fruchtkörpers sitzen.

 

Einmal oder mehrmals…

Die Anzahl der Erdbeersorten ist außergewöhnlich vielseitig, so gibt es für jeden Geschmack und Garten die richtige Erdbeere. Hauptsächlich unterscheidet man zwischen den einmal tragenden und mehrmals tragenden Pflanzen. Am weitesten verbreitet sind die einmal tragenden Sorten wie ‘Senga Sengana’ oder ‘Elvira’. Im Spätsommer des Vorjahres gepflanzt, können ihre leckeren Beeren im nächsten Juni geerntet werden. Weniger gängig sind die mehrmals tragenden Erdbeerpflanzen wie ‘Ostara’ und ‘Sweetheart’. Sie tragen im Frühsommer die ersten Früchte und legen im Spätsommer ein zweites Mal nach. Ihre Erdbeeren sind zwar kleiner, dafür aber aromatischer als die der einmal tragenden Pflanzen. Zusätzlich gibt es auch die Monats-Erdbeeren wie ‘Rügen’, ‘Camara’, ‘Cupido’ oder ‘Alexandria’, deren geschmacksintensive Früchte bis in den Oktober hinein geerntet werden können.

 

Erdbeer-Anbau – die Basics

Erdbeeren mögen einen lockeren und nährstoffreichen Boden. Bei der Pflanzung graben Sie zunächst Löcher in einem Abstand von etwa 30 Zentimetern. Die einzelnen Stauden vorsichtig einsetzen und mit Kompost auffüllen. Anschließend fest andrücken und gut wässern. Die Pflanzen sollten nicht austrocknen.

Eine Topfkultur hat den Vorteil, dass die überhängend reifenden Früchte ganz elegant in der Luft baumeln, ohne die Erde zu berühren.

Hänge-Erdbeere Ruby Ann

Sollte dies in größeren Kübeln doch einmal der Fall sein, kann man etwas Stroh auf der Erde ausbreiten. Im Herbst schneiden Sie die Stauden stark zurück und stellen die Töpfe an der geschützten Hauswand zusammen.

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