Die Gartenzeit beginnt

Rein ins Beet!

Vorgezogenes Gemüse umziehen

Die Eisheiligen sind ein wichtiger Termin im Gartenkalender. Sie beginnen am 11. Mai mit Mamertus, gefolgt von Pankratius, Servatius, Bonifatius und der Kalten Sophie am 15. Mai. An diesen Tagen kann es erfahrungsgemäß noch einmal zu Bodenfrost kommen. Sind die Eisheiligen vorbei, können Sie vorgezogenes Gemüse gefahrenlos ins Freiland umziehen. Starkzehrer wie Tomaten sollten Sie mit einer Handvoll Kompost in die Erde setzen.

Zweijährige jetzt einpflanzen

Spotlight-Stockrose Alcea rosea Mars Magic

Zweijährige Blütenpflanzen kaufen Sie jetzt mit Knospenansatz im Fachhandel – wenn Sie nicht selbst vorgesorgt haben. Lockern Sie zum Einpflanzen den Boden auf und mischen Sie etwas Kompost unter die Erdschicht. Bartnelken, Nachtkerze, Maßliebchen,

Stockrose, Nachtviole oder Fingerhut können ruhig etwas dichter stehen, denn sie werden kaum breiter. Mit Zweijährigen ist ein Blütenmeer über den Sommer hinweg so gut wie garantiert. Die meisten Blumen sind sehr robust und blühen über Wochen hinweg immer weiter. Das macht sie auch zu beliebten Bienen- und Insektenmagneten.

Gepflegtes Grün

Das erste Mähen

Im April können Sie zum ersten Mal im Jahr den Rasenmäher aus dem Schuppen holen. Achten Sie bei der Schnitthöhe darauf, dass sie nicht zu tief schneiden – das gilt vor allem für schattige Bereiche des Rasens. Bei einem Zierrasen sollten die Halme etwa drei Zentimeter hoch sein, beim Allzweckrasen sind drei bis fünf Zentimeter ideal. Wenn Sie mit einem Mulch-Mäher arbeiten, kann das Schnittgut als natürlicher Dünger liegen bleiben.

 

Rasen bewässern

Im Mai kann es bereits sehr warm und trocken sein, sodass Sie den Rasen bewässern müssen. Sie erkennen dies daran, dass die Halme schlaff werden und einen leichten Graustich annehmen. Zudem breiten sich Unkräuter auf trockenen Rasenflächen leichter aus. Als Grundregel gilt: Lieber seltener aber in größeren Mengen gießen, sodass das Wasser in die Erdschicht eindringt und zu den Wurzeln gelangt. Lockere Sandböden sollten 10 bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter erhalten, schwere Lehmböden bis zu 20 Liter. Sandböden speichern das Wasser drei bis vier Tage, Lehmböden etwa eine Woche.

 

Seerosen pflanzen

Im Mai beginnt die Hauptsaison für Gartenteichbesitzer. Das Wasser hat nun die Temperatur erreicht, in der sich Seerosen wohlfühlen: Der Teich sollte mindestens sechs Stunden pro Tag in der Sonne liegen und die Wasseroberfläche am besten ruhig sein. Wichtig ist auch, dass das Wasser nicht zu tief ist. Ansonsten verkümmern die Blütenschönheiten. In zu seichtem Wasser hingegen fangen sie an, zu wuchern. Wählen Sie daher die richtige Seerosen-Sorte für Ihren Teich. Im Fachhandel finden Sie Seerosen für niedrige (20 bis 50 Zentimeter), mittlere (40 bis 80 Zentimeter) und große (70 bis 120 Zentimeter) Wassertiefe.

 

Aktion Artenvielfalt

Quedlinburger Saatgut und der Verband Deutscher Gartencenter (VDG) fördern mit einer gemeinsamen Aktion die Artenvielfalt und möchten dem Insektensterben entgegenwirken: Machen Sie mit! Holen Sie sich Ihr Samentütchen bei den teilnehmenden Gartencentern ab und säen Sie eine bunte Blumenwiese aus. Insgesamt können so 300 000 Quadratmeter Blumenwiese entstehen! Teilnehmende Gartencenter unter: www.garten-center.de.

 

Möbel für die Draußen-Saison vorbereiten

Sobald es richtig schön warm wird, kommen die Gartenmöbel zum Einsatz – die Sie erstmal auf Hochglanz bringen: Je nach Material sollten Sie die Garnituren unterschiedlich reinigen. Bei Gartenmöbeln aus Kunststoff können Sie den Schmutz einfach mit einem feuchten Tuch und einem sanften Reinigungsmittel entfernen. Gleiches gilt für Möbel aus Metall. Roststellen lassen sich mit Schmirgelpapier entfernen. Bei Holzmöbeln sollten sie zuerst Schmutz mit einem nassen Tuch entfernen, die Möbel trocknen lassen und mit einem Lappen einölen.

 

Fadenalgen entfernen

Fadenalgen sind ganz normal und ein Zeichen dafür, dass der Teich gesund ist. Dennoch sollten Sie die Algen regelmäßig entfernen. Spätestens wenn sie absterben und zu Boden sinken, werden sie nämlich ein Problem für das natürliche Gleichgewicht des Teichs. Sie sorgen für eine Überversorgung von Nährstoffen und Sauerstoffmangel. Als Hilfsmittel dienen Kescher, Rechen oder einfach ein Ast, auf dem Sie die Algenfäden aufrollen und aus dem Teich entfernen.

In Form gebracht

Flieder Syringa x chinensis ‚Saugeana‘

Flieder schneiden

Flieder sorgt für wunderbaren Frühlingsduft im Garten. Sobald die Rispen aber verwelkt sind, sollten Sie zur Gartenschere greifen. Schneiden Sie verdorrte Blütenstände über dem nächsten Seitentrieb ab. Die Klinge sollte möglichst scharf sein. Wählen Sie zudem einen warmen und trockenen Tag. So schließen sich die Schnittstellen besser und Krankheitserreger können nicht so leicht eindringen und den Flieder befallen. Alle paar Jahre kann ein kräftigerer Rückschnitt im März nicht schaden, damit der Strauch blühfreudig bleibt und nicht vergreist.

 

Leichter Rückschnitt der Clematis

Clematis alpina Alpenwaldrebe

Frühblühende Clematis-Arten, die ihre Blütenknospen bereits im letzten Jahr angelegt haben, schneiden Sie nach der Blüte leicht zurück. Ende Mai ist dafür ein guter Zeitpunkt. Frühblühend sind zum Beispiel die Alpen-Waldrebe (Clematis alpina) und die Anemonen-Waldrebe (Clematis montana). Wenn Sie möglichst bald nach der Blüte geschnitten werden, haben die Kletterer im Sommer noch genügend Zeit, Knospen für die nächste Blühsaison anzulegen. Ein leichter Rückschnitt reicht. Es sei denn, die Kletterpflanze ist bereits älter und blüht nur noch schwach. Generell ist der Schnittzeitpunkt bei Clematis von der Knospenbildung abhängig. Erkundigen Sie sich schon beim Kauf danach.

 

Pflegeschnitt an der Hecke

In den Frühlings- und Sommermonaten darf nur ein schonender Pflegeschnitt an der Hecke durchgeführt werden. Alles andere verbietet das Bundesnaturschutzgesetz. Der Grund: Vögel suchen in Hecken und Gebüschen geschützte Brutplätze. Überprüfen Sie die Hecke deshalb ganz genau, bevor Sie mit der Schere ansetzen. Eine Schnitthecke sollte einen trapezförmigen Aufbau haben, nach oben schmal zulaufen.

Im Blütengarten

Stauden pflanzen

Frost- und Nässeempfindliche Stauden und Gräser sollten nicht im Herbst, sondern im Frühling gepflanzt werden. Dann haben die Pflanzen Zeit, sich an ihrem Platz einzuwurzeln und gehen gestärkt in die kalte Jahreszeit. Lockern Sie den Boden dafür etwas auf und geben Sie Kompost dazu. Lassen Sie Platz zwischen den einzelnen Pflanzen. Als Faustregel gilt: Der Abstand zur Nachbarstaude sollte halb so groß sein wie die Höhe der Staude.

Wurzelnackte Rosen einsetzen

Wurzelnackte Rosen sind die günstigere Alternative zu Containerrosen. Da die Wurzeln aber von keinem Erdballen geschützt werden, müssen Sie die Rosen schnell einpflanzen. Kürzen Sie die Wurzeln leicht ein und schneiden Sie die Triebe auf etwa 20 Zentimeter zurück. Bevor Sie die Rose einpflanzen, sollten Sie sie nach dem Kauf 12 bis 24 Stunden wässern. Achten Sie darauf, dass die Veredelungsstelle beim Setzen mindestens zwei Finger breit unter der Erde liegt. Ihre eingewachsenen Rosen im Beet mögen Anfang April eine Düngergabe und schätzen einen Frühjahrsschnitt. Außerdem sollten Sie den Boden um die Pflanzen herum etwas auflockern, das Unkraut entfernen und eine Mulchschicht auftragen.

 

Regelmäßig Unkraut entfernen

Egal ob Gemüse- oder Blumenbeet: Wildkräuter konkurrieren mit den Pflanzen im Beet um Lebensraum – oberirdisch und im Wurzelbereich. Beim Jäten unterscheiden Sie Samen- und Wurzelunkräuter. Erstere, dazu zählen Melde, Gänsefuß oder Vogelmiere, können Sie einfach ausreißen. Wurzelunkräuter wie Löwenzahn oder Quecke entfernen Sie samt der Wurzeln.

 

Kompost ausbringen

Pflanzen brauchen zum Wachsen Nährstoffe. Als Allzweckwaffe gilt Kompost: Er nährt sowohl die Pflanzen und liefert gleichzeitig den Bodenlebewesen, die die Nährstoffe pflanzenverfügbar machen, Nahrung. Außerdem ist Kompost langfristig ein Bodenverbesserer. Die Menge richtet sich nach der Kultur: Tomaten, Sellerie oder Kohl erhalten drei bis vier Liter pro Quadratmeter, für Erbsen und Möhren reicht die Hälfte.

 

Smart Gardening

Smartes Stimmungslicht mit einem Wisch

Mit dem Lightify Gardenspot Mini RGB von Osram können Sie Ihre Gartenbeleuchtung bequem per App steuern. Die neun Mini-Leuchten erstrecken sich über eine Länge von zehn Metern. Über das Smartphone können Sie das Licht individuell dimmen und von unterwegs aus steuern. Die Mini-Spotlights sind energiesparend und mit der EinfachSmart Home Base kompatibel.

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