Dornröschen in der City

Die Königin der Blumen ist nicht nur Gartenbesitzern vorbehalten. Auch Innenhöfe, Stadtbalkone und Fensterbänke lassen sich in ein romantisches Blütenmeer verwandeln. Und nicht zu vergessen: die Vertikale!

Rosiges Styling im Garten

Wer Rosen liebt, kann ihnen auch jenseits von Töpfen und Kübeln Raum geben. Beziehen Sie Sitzkissen und Polster mit Rosenstoffen. Oder werfen Sie einfach ein Plaid mit Rosenmuster über einen verblichenen Liegestuhl. Falls Sie im Hof oder auf dem Balkon einen Sichtschutz zum Nachbarn benötigen, wählen Sie einen mit Rosen bedruckten Stoff, den Sie mit Clips an einem gespannten Seil aufhängen. Rosengeschirr, Rosenservietten und ein Rosenstrauß auf dem Balkontisch runden den Look liebevoll ab.

Die dritte Dimension

City-Gärtner müssen mit wenig Platz auskommen. Deshalb spielt die Vertikale eine wichtige Rolle. Beranken Sie Wände und Mauern. Rosen sind keine Selbstklimmer, deshalb ist ein tragfähiges Spalier wichtig. Achten Sie gerade auf kleinem Raum darauf, dass Sie eine Sorte mit langer Blütezeit wählen. Ein Klassiker dieser Kategorie ist die zartrosa ‚New Dawn‘, Liebhaber Englischer Rosen werden mit der Bonbonrose ‚Lady of the Lake‘ glücklich. Wo keine Wand zur Verfügung steht, lässt sich vielleicht ein Rosenbogen oder ein Obelisk im Kübel aufstellen. Mit solchen Rank-Konstruktionen kann man in Höfen und auf Terrassen-Gärten unerwartete Blickfänge in der dritten Dimension schaffen – eine Idealbesetzung dafür ist ‚Libertas‘ mit ihren flexiblen Trieben und pinkroten Blüten mit weißer Mitte oder die köstlich duftende, rosa blühende ‚Strawberry Hill‘. Auch Rosen-Hochstämme sind eine zauberhafte Alternative. Rahmen Sie den Sitzplatz mit hochwandigen Kübeln und wählen Sie die Blütenfarben nach Ihrem persönlichen Gusto.

Das mögen City-Rosen

Einen sonnigen und luftigen, aber nicht zugigen Standort wählen.

Sofern es sich nicht um ausgewiesene Zwerg- oder Topfrosen handelt, sollte das Pflanzgefäß mindestens 40 cm hoch sein, denn Rosen sind Tiefwurzler.

Lieber Terrakotta-Gefäße als Kunststoff verwenden; Terrakotta speichert Feuchtigkeit und heizt sich in der Sonne nicht so stark auf.

Blähton-Dränage ins Pflanzgefäß einziehen.

Hochwertige Rosenerde verwenden und regelmäßig düngen (idealerweise mit einer Kombination aus Flüssig- und Langzeitdünger).

 

Ab in den Topf

Im Fachhandel finden Sie eine riesige Auswahl an Rosen-Sorten für die Gefäßkultur. Im Prinzip eignet sich jede kompakte Strauch-, Beet-, Edel- und Bodendeckerrose, aber auch blühstarke Topf-Züchtungen (Zwergrosen) sind erhältlich, zum Beispiel die hübsche ‚Coco‘ in Lachsorange, ‚Bienenweide‘ in Rot oder Rosa, die pfirsichfarbene ‚Ninetta‘, die weiße ‚Honeymilk‘ oder die pinkfarbene ‚Lupo‘. Unter den Englischen Rosen empfehlen sich die leuchtend rosafarbene ‚Princess Alexandra of Kent‘, die zartgelbe ‚Vanessa Bell‘ und die apricotfarbene ‚Roald Dahl‘.

Zwergrose ‚Coco‘: Bienen-und Augenschmaus!

Top 3: Praktisches zur Rosen-Pflege

Keine Rose ohne Dornen, deshalb lohnt die Investition in gute Gartenhandschuhe. Achten Sie auf eine perfekte Passform, möglichst hohe Stulpen, strapazierfähige Handinnenflächen und feinfühlige Fingerkuppen.

Ein klarer Cut ist wichtig – und der gelingt mit einer Rosenschere. Entscheiden Sie sich für eine Bypass-Schere. Hier gleiten zwei schneidende Klingen aneinander vorbei. Das Ergebnis: ein präziser, scharfer und sauberer Schnitt ohne Reißen und Quetschen.

Sprühen Sie vitalisierende Stärkungsmittel, die die Pflanzen widerstandsfähig gegen Pilzerkrankungen machen. Oder im Bedarfsfall Fungizide: Sofern Sie nicht gebrauchsfertige Präparate in der Sprühflasche verwenden, verdünnen Sie Konzentrate gemäß der Packungsangabe und bringen sie mit einem Hand-Drucksprühgerät aus.

MP2-18