Sichtschutz

Gut geschützt im Garten und auf dem Balkon

 

Idealer, sommergrüner Sichtschutz: Wein! ( Sorte ‚Engelmannii‘)

Was fällt Ihnen zuerst beim Thema Sichtschutz ein…? Klar: Hecken! Diese sorgen in unterschiedlichsten Ausführungen für ein heimeliges Gefühl und geben dem Garten Privatsphäre. Es gibt aber noch mehr: Von Kletterpflanzen über variable Wände bis zu selbst gemachten Lösungen.

Schon immer waren Gärten umfriedete Bereiche. In der heutigen Zeit geht es vor allem um den Schutz vor fremden Blicken. Der Garten – ebenso wie der Balkon – zählt zum erweiterten Wohnraum und ist ein privates Refugium, das von außen uneinsehbar sein soll. Hecken, Mauern und Zäune erfüllen aber weit mehr als nur funktionale Zwecke wie die Abschirmung nach außen. Sie schaffen außerdem Räume, sie gliedern den Garten, geben ihm Struktur und sind außerdem tolle Blickfänge. Moderne Sichtschutzvarianten und Raumteiler bestehen oft aus Holz oder Stein. Dennoch spielen auch in der heutigen Gartengestaltung klassische Heckenpflanzen nach wie vor eine wichtige Rolle. Gerne finden auch Materialien wie Stahl, Beton, Kunststoff oder Glas bei den Gartengestaltern Anwendung. Vor allem im beengten, urbanen Bereich ist der Sichtschutz ein wichtiges Stilelement.

 

Die besten Heckenpflanzen

Immergrün oder sommergrün? ist die entscheidende Frage. Immergrüne Heckenpflanzen wie Buchs (Buxus sempervirens), Liguster (Ligustrum vulgare ‘Atrovirens’), Lebensbaum (Thuja) oder Eibe (Taxus baccata) behalten ihre Blätter durch alle Jahreszeiten und sehen dabei immer apart aus. Die sommergrünen Gehölze, dazu zählen zum Beispiel Feld-Ahorn (Acer campestre), Hainbuche (Carpinus betulus), Weißdorn (Crataegus) oder Rotbuche (Fagus sylvatica) gehen mit den Jahreszeiten. Bei letzterer bleibt das Laub bis in den Herbst hinein an den Zweigen, bevor sich dann langsam der neue, frische Austrieb seinen Weg bahnt. Im Herbst begeistern viele Pflanzen mit einer beeindruckenden Herbstfärbung, der Feld-Ahorn zum Beispiel in leuchtendem Gelb. Allen gemein ist die gute Schnittverträglichkeit. Wer mag, schneidet seine Hecke in optische Formen, zum Beispiel wellenförmig oder mit aufragenden Obelisken oder Kugeln an den Ecken oder an Durchgängen. Für solche grünen Skulpturen ist circa drei Mal jährlich ein Schnitt nötig, vorwitzige Triebe schneiden Sie regelmäßig mit einer Rosenschere ab.

 

Top-Form: Hochhecken

Blauregen Wisteria floribunda ‚Macrobotry‘

Eine platzsparende Variante für einen grünen Sichtschutz auf höherer Ebene sind Spalier- oder Hochhecken. Sie wirken luftig und passen daher auch in kleinere Gärten. Als Pflanzen eignen sich zum Beispiel Amberbaum (Liquidamber styraciflua ‘Worplesdon’), Platane (Platanus x acerifolia), Zierpflaume (Prunus cerasifera ‘Trailblazer’) oder Hainbuche. In der Regel bietet der Fachhandel die Gehölze in ihrer Endhöhe mit kahlem Stamm und bereits eingebundenem Spalier an. Pflanzen Sie die einzelnen Exemplare wie eine Hecke in Reih und Glied. Der jährliche Rückschnitt sorgt dafür, dass die Kronen in Form bleiben. Mit einem Gerüst gelingt die Heckenform auch mit Kletterpflanzen wie dem Blauregen.

Sichtschutz für kleine Gärten

Ein Trick, wie kleine Gärten offener und weiter wirken, gelingt leicht mit einem Mix aus verschiedenen Sichtschutz-Elementen. Verzichten Sie also auf eine gleichförmige Umrahmung. Verschiedene Materialien und Pflanzen wechseln sich ab, Holzzäune überraschen zum Beispiel mit einem Durchblick, vorgepflanzte Stauden und Sträucher lockern zusätzlich auf. Auch mit unterschiedlichen Kletterpflanzen, die Mauern und Pergolen emporklimmen, erzielen Sie schöne Effekte.

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