Höhepunkt des Gartenjahres…Mehr Energie!

Gemüse braucht jetzt Nahrung

Starkzehrer wie Paprika, Tomaten und Gurken brauchen jetzt Nährstoffnachschub. Neben mineralischen Düngern können auch schnell wirkende organische Dünger wie Hornmehl oder organische Flüssigdünger verwendet werden, mit denen man zudem die Bodenqualität verbessert. Wen der Geruch nicht stört, der kann aus Brennnesselblättern einen erstklassigen Flüssigdünger herstellen, in dem man sie ins Wasser legt bis sie gären und eine Jauche entsteht. Brennnesseljauche ist reich an Stickstoff, Kali und Spurenelementen.

 

Tomaten ausgeizen

Damit Ihre Tomatenpflanzen viele Früchte tragen, müssen Sie die Seitentriebe regelmäßig ausgeizen. Das bedeutet, dass Sie die kleinen Triebe in den Blattachseln entfernen. Diese kosten die Pflanze nur unnötig Kraft, die besser in einen starken Wuchs und in die Fruchtbildung gesteckt wird. Zudem wächst die Pflanze weniger dicht, sodass sie bei feuchter Witterung schneller trocknen kann und weniger anfällig für Kraut- und Braunfäule wird.

 

Bohnen ernten

Bohnen bringen mehr Ertrag, wenn man sie frühzeitig und regelmäßig pflückt. Die Hülsenfrüchte sind reif, wenn sie beim Biegen glatt durchbrechen. Stangenbohnen lassen sich nur kurz lagern. Ernten Sie deshalb erst am Tag der Zubereitung. Hülsen und Samen enthalten giftiges Phasin und dürfen daher roh nicht verzehrt werden. Beim Kochen und Blanchieren zerfällt es. Wer die Bohnen einfrieren möchte, blanchiert sie zuvor.

 

Blütenrausch

Zweite Blüte

Wer Sommerblumen und einige remontierende Stauden wie Rittersporn und Katzenminze nach der Blüte radikal bis eine Handbreit über dem Boden zurückschneidet, erlebt einen zweiten, etwas schwächeren Blütenflor bis zum Herbst. Kürzen Sie einzelne Blütentriebe der Hohen Flammenblume (Foto, rosa) vor oder noch während der Blüte auf ein Drittel ein, bringen Sie die gekürzten Triebe zeitversetzt zum Blühen. Wichtig ist, dass man zurückgeschnittene Pflanzen nach dem Schnitt düngt und kräftig wässert.

 

Tiefblaue Hortensien

Endless-Summer-Hortensie

Die blaue Blütenfarbe zeigen viele Pflanzen von Natur aus, die rosafarbenen Bauernhortensien jedoch nur in saurem Boden. Spezielle Hortensiendünger enthalten deshalb Alaun, einen „Sauermacher“ für den Boden. Es gibt sie als Flüssigdünger oder als Nährsalze, die entweder auf den Boden gestreut oder im Gießwasser aufgelöst werden.

 

Lücken füllen

Wenn unschöne Lücken im Beet entstehen, muss es schnell gehen: Kurzlebige Stauden wachsen schnell und blühen schon im ersten Sommer sehr üppig und lassen sich jetzt noch gut pflanzen. Lückenfüller sind Prachtkerze (Gaura), Argentinisches Eisenkraut (Verbena), Bidens und Mexikanisches Berufkraut (Erigeron).

 

Kübelpflanzen pflegen

Margeriten, Wandelröschen, Fuchsien und andere Sommerblumen verlieren welke Blüten nicht von selbst. Sie müssen per Hand entfernt werden. Schneiden Sie Verblühtes mit einer kleinen Schere ab oder knipsen Sie die Pflanzenteile aus, wenn sie weich genug sind. Damit verhindert man, dass die Pflanzen Energie in die Samenbildung stecken und sich von faulenden Blüten Pilzkrankheiten ausbreiten. Außerdem entwickeln sich danach verstärkt neue Blüten. Bei Bouganivilleen werden Triebe gekürzt, die aus der Form wachsen. Entfernen Sie auch die Beeren der Wandelröschen, da diese giftig sind und die Pflanze darüber hinaus weniger Blüten ansetzt. Düngen Sie einmal pro Woche flüssig. Einen Nährstoffmangel erkennt man an älteren Blättern, die gelb werden.

Einmal schneiden, bitte!

 

Johannisbeeren schneiden

Rote Johannisbeere

Damit auch im kommenden Jahr wieder reichlich Früchte an den Sträuchern hängen, werden Johannisbeeren und Stachelbeeren nach der Ernte ausgelichtet. Nur dann dringen genügend Luft und Licht ins Geäst, sodass sich die jungen Triebe bis zum Herbst kräftig entwickeln und viele neue Blütenknospen ansetzen. Beinahe jedes Beerenobst wird nach der Ernte ausgelichtet.

 

Buchsbaum trimmen

Kugeln, Herzen oder niedrige Einfassungen: Schneiden Sie Ihren Buchsbaum jetzt in die gewünschte Form. Je schärfer die Klinge umso leichter gelingt ein exakter Schnitt. Akku-Strauchscheren erleichtern die Arbeit, vor allem, wenn man größere Figuren fantasievoll formen will. Wer noch nicht so viel Übung hat und die Schere nicht freihändig führen möchte, nimmt für Kugeln und Kegel am besten spezielle Schablonen zu Hilfe. Beim Schnitt von Hecken helfen gespannte Schnüre als Richtlinie. Tipp: Generell ist jetzt eine gute Zeit, um Hecken wie Liguster, Hainbuche und Eibe zu schneiden.

Aussaat

Im Gemüsebeet

Von Mitte Juli bis August lässt sich noch gut Petersilie aussäen. Das Licht ist jetzt ideal und Pilzkrankheiten kommen nur selten vor. Säen Sie fünf bis sieben der relativ großen Samen in einen kleinen Topf und sorgen Sie dafür, dass die Erde stets feucht ist. Die Pflanzen überstehen sogar den Winter, wenn sie mit Vlies oder Folie abgedeckt werden. Auch Chinakohl, Radieschen, Spätmöhre, Pflücksalat und Rauke, zum Beispiel von Quedlinburger können jetzt noch ausgesät werden.

 

Zweijährige Blüher

Hornveilchen, Stiefmütterchen sowie Vergissmeinnicht starten jetzt in die neue Saison. Wer Nachwuchs für den Topfgarten vermehrt, sät am besten in Aussaatschalen und pikiert sie anschließend in große Gefäße. Ab Ende September sind die Jungpflanzen groß und kräftig und können problemlos an den endgültigen Standort gepflanzt werden. Ob im Topfgarten oder im Staudenbeet: Zweijährige Sommerblumen gehören zu den Dauerblühern und belohnen das eifrige Gärtnern mit kräftigen Farben und wochenlanger Blüte. An Ort und Stelle können Ringelblumen, Wicken, Schleierkraut, Elfenspiegel, Kapuzinerkresse und Schmuckkörbchen ausgesät werden.

 

Rund um den Rasen

Richtig wässern

Auch wenn es heiß und trocken ist, brauchen Sie den Garten nicht jeden Tag zu gießen. Wässern Sie nur ein bis zweimal die Woche, dafür aber so lange, dass der Boden mindestens 10 cm tief durchfeuchtet ist. Ist der Rasen stark ausgetrocknet, lässt man den Rasensprenger nur für kurze Zeit laufen und stellt ihn dann wieder ab, damit die Erde aufquellen kann. Erst danach kann sie wieder Wasser aufnehmen ohne dass sich ungewünschte Pfützen bilden.

 

Wertvoller Rasenschnitt

Zurzeit wächst der Rasen so schnell, dass man oft gar nicht weiß, wohin mit dem Schnittgut: Für große Rasenflächen lohnt sich die Anschaffung eines Mulchmähers. Die abgeschnittenen Halme trocknen und bleiben dann auf dem Rasen liegen und düngen ihn so. Auch der Kompost freut sich über eine Portion Rasenschnitt. Lassen Sie die Schnipsel antrocknen und mischen Sie Holzhäcksel darunter, damit das Material nicht fault. Mit dem getrockneten Schnittgut können Sie auch Beete mulchen. Das hält den Boden feucht und unterdrückt Wildwuchs.

Im Gartenteich

 Alles klar?

Mit steigender Wassertemperatur nimmt auch das Algenwachstum im Teich zu. Deshalb gilt es, möglichst viele Algen abzufischen und die Ursache für das Algenwachstum zu beseitigen. Das können zum Beispiel Nährstoffeinträge durch Laub oder Fischfutter sein. Kontrollieren Sie alle Teichgeräte auf ihre Funktion, reinigen Sie die Filter, kontrollieren Sie Wasserstand und -temperatur und füllen Sie bei Bedarf mit Frischwasser auf. Bei länger anhaltender Trockenheit sollten die entsprechenden Pflanzen am Teichrand oder im Moorbeet gegossen werden.

Was bedeutet eigentlich „samenfest“?

Eine Sorte wird als samenfest bezeichnet, wenn sie in der Kultur klar und deutlich ihre festgelegten Sorteneigenschaften aufweist und diese zuverlässig an die nächste Generation weitergibt. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Sie Saatgut aus ihren eigenen Gemüsepflanzen gewinnen und es für das Heranziehen neuer Jungpflanzen im nächsten Jahr verwenden. Die neuen Pflanzen sind dann so ertragreich wie die Elterngeneration. Der Begriff steht meist vorne auf der Verpackung.

 

Nichts für hungrige Quälgeister

Ärgern Sie sich nicht länger über abgefressene Blätter und angeknabberte Blüten! Es gibt Pflanzen, die von den ungeliebten Weichtieren gemieden werden und die noch dazu attraktiv und pflegeleicht sind: Dazu zählen Pflanzen mit behaarten Blättern wie Storchschnabel, Nelkenwurz (Foto) und Pelargonien. Auch Kaukasus-Vergissmeinnicht, Frauenmantel, Brandkraut sowie Weiße Spornblume meiden sie. Ebenfalls unbeliebt sind Pflanzen mit starkem Eigengeschmack und -geruch, wie Zierlauch-Arten, Lavendel, Rosmarin, Thymian oder Kapuzinerkresse. Außerdem lassen sie giftige Pflanzen wie Eisenhut, Fingerhut, Maiglöckchen und Pfingstrosen links liegen. Dicke, fleischige oder ledrige Blätter stehen auch nicht auf dem Speiseplan der Weichtiere. Dazu gehören Bergenie, Fetthenne und Sukkulenten wie Hauswurz und Wolfsmilch.

 

Smart Gardening

Eine neue Ära des Grillens

Die Elektrogrills der Serie „Pulse“ von Weber haben einen großen Vorteil: Sie besitzen ein digitales Thermometer (iGrill), das mit einer App verknüpft werden kann. Das Programm informiert darüber, wie hoch die Kerntemperatur des Grillguts ist und wann das Fleisch den gewünschten Gargrad erreicht hat. So muss man beim Barbecue nicht stets am Grill stehen, sondern kann sich in dieser Zeit um die geladenen Gäste kümmern. Mit Temperaturen bis über 300 Grad, unterschiedlichen Temperaturzonen und reichlich Zubehör, zum Beispiel für Pizza und Grillhähnchen, überzeugen die Geräte nicht nur im städtischen Raum, wo Grillen mit Holzkohle den Nachbarn vielleicht stören könnte.

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