Gartenwissen für Kinder

Jetzt ist Zeit zur Aussaat!

Du kannst das erste Gemüse jetzt schon aussäen, obwohl es draußen noch nicht warm genug ist. Wenn es bei Dir zu Hause ein Gewächshaus oder Frühbeet gibt, ist das gar kein Problem. Aber auch die Fensterbank ist ab Ende März ein guter Ort, um Töpfchen mit Samen darauf abzustellen. Dann ist die Sonne wieder so kräftig, dass sie die kleinen Pflanzen mit genügend Licht versorgen kann. Auch im Winter ist es durch die Heizung zwar warm genug. Durch den Lichtmangel wachsen aber nur verkümmerte Pflanzen mit langen dünnen Stängeln und zarten Blättchen.

Affenkopf-Orchidee

Die Natur bringt manchmal echt verrückte Dinge hervor! Die Affenkopf-Orchidee ist so ein Beispiel. Botaniker nennen sie auch Dracula Simia. Sie kommt eigentlich aus dem Regenwald in Südamerika. Der Naturforscher Heinrich Gustav Reichenbach hat diese Orchideenart vor über 100 Jahren entdeckt und „Dracula“ genannt, da die äußeren Blütenblätter an eine Fledermaus oder eben einen Vampir erinnern. Die Affenkopf-Orchidee ist zudem so gezeichnet, dass ihre Blüte wie das Gesicht eines kleinen Äffchens aussieht.

Warum kommt an Ostern der Hase?

Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum ausgerechnet der Osterhase die Eier bringt und nicht etwa das Osterhuhn? Woher der Brauch kommt, weiß niemand mehr so genau. Fest steht: 1682 wurde der Osterhase zum ersten Mal erwähnt. Eine mögliche Erklärung ist, dass früher in ganz Deutschland viel mehr wilde Hasen lebten und auf Futtersuche auch in die Gärten der Menschen kamen. Um die Osterzeit herum waren sie besonders aktiv, da dann die Jungen zur Welt kommen und Hunger haben. Die Kinder dachten deshalb, dass es die scheuen Hoppler sind, die die Eier im Garten verstecken und dann flink wieder flüchten.

 

Nützlicher Gartenhelfer

Viele Menschen finden Regenwürmer eklig. Dabei sind die Tierchen im Garten fleißige Helfer! Sie wühlen sich unermüdlich durch die Erde, halten dadurch den Boden locker und belüften die Wurzeln von Pflanzen. Zudem fressen sie abgestorbene Pflanzenteile und sind somit lebendige kleine Müllschlucker. Da die Nahrung am Ende auch wieder raus muss, liefern sie den natürlichsten Dünger überhaupt. Leider müssen auch Regenwürmer früher oder später den Löffel abgeben. Sie sind ein gefundenes Fressen für viele wichtige Insekten und Vögel. Übrigens heißt der Regenwurm nicht Regenwurm, weil er bei Regen an die Oberfläche kommt. Der Name kommt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet „reger Wurm“, weil er ständig arbeitet und frisst.

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