Gärtnern & Genießen im Gewächshaus

Gewächshäuser sind nicht nur da, um Gurken und Tomaten zu ziehen. Als Schmuckstück im Garten sind sie Ort der Zusammenkunft und witterungsgeschützte Ruheoasen. Wohlfühlen und beim Wachsen zusehen – darauf müssen Sie auch mit einem kleinen Garten nicht verzichten.

Die Skandinavier machen es vor: Im hohen Norden beschränkt sich die Gewächshaussaison nicht nur zum Vorziehen von Gemüse, Kräutern, Obst und Blumen sowie zur Verlängerung der Gartensaison. Bis zu zehn Monate verbringen die Skandinavier draußen – geschützt im wohligen Glashaus und umgeben von Pflanzen aller Art. Heizungen und innovative Belüftungstechnik machen es möglich, dass auch exotische Pflanzen wie Melonen, Zitronen und Kiwis reifen. Weinreben verwandeln das Glashaus in eine grüne Oase und dienen als natürlicher Sichtschutz.

 

Blickfang auf freier Fläche

Freistehende Gewächshäuser sind in allen Größen erhältlich. Die Angebote beginnen bei wenigen Quadratmetern für Häuser, die nur zur Anzucht gedacht sind. Nach oben hin ist alles offen. Neben quadratischen und rechteckigen Gewächshäusern bieten viele Hersteller Orangerien an, die mit ihren Giebeln richtige Schmuckstücke im Garten sind. Der Vorteil von freistehenden Gewächshäusern ist, dass sie Licht von allen Seiten bekommen und beliebig im Garten platziert werden können.

Im Trend: Anlehn-Gewächshäuser

Anlehngewächshäuser sind platzsparend und bieten mehrere Vorteile. An eine ungenutzte Haus- oder Garagenmauer befestigt, profitiert das Gewächshaus von der zusätzlichen Wärme, die das Mauerwerk tagsüber speichert und nachts abgibt. So herrschen für Ihre Pflanzen ideale Wachstumsbedingungen von Frühlingsbeginn bis Spätherbst. Und auch Sie selbst finden bei Regen und an kalten Tagen einen Wohlfühlort im Freien.

 

Kompakte Varianten bei wenig Platz

Für kleine Gärten sind Anlehngewächshäuser ideal, da sie in sämtlichen Größen erhältlich sind. Auch für den Balkon gibt es Lösungen. Vertikale Beete hinter Glas passen auch schon auf den kleinsten Stadtbalkon und lassen sich mit Rollen bequem transportieren. Für kleine Gärten bieten sich auch Foliengewächshäuser an. Hier wird einfach nur ein Gerüst mit Folie bespannt und ist sofort einsatzbereit. Aber auch freistehende Gewächshäuser sind in kompakter Form bereits ab wenigen Quadratmetern erhältlich. Achten Sie jedoch auf eine ausreichende Seitenhöhe für angenehmes Gärtnern.

 

Das Material: langlebig, witterungsfest, sicher

Das Gerüst freistehender und angelehnter Gewächshäuser besteht aus Aluminium oder Holz. Gerüste aus Aluminium sind rostfrei, witterungsbeständig, langlebig und zudem bei vielen Herstellern in verschiedenen Farben erhältlich. Ein Gewächshaus mit Holzrahmen fügt sich noch natürlicher in den Garten ein, ist in der Regel aber auch teurer. Hier sollten Sie auf sehr witterungsfestes Holz achten. Kanadisches Zedernholz zum Beispiel ist eine gute Wahl.

Wer im Glashaus sitzt, sollte im besten Fall auch mit Steinen werfen können. Günstige Gewächshäuser sind oft mit durchsichtigen Hohlkammerplatten aus hochwertigen Kunststoffen ausgestattet. Diese sind bruchsicher, jedoch nicht so glasklar, langlebig und hochwertig wie richtiges Glas. Maximale Sicherheit verspricht gehärtetes Sicherheitsglas. Dieses ist zwar etwas teuerer, doch die Investition lohnt sich. Die Wände gehen bei der Montage, bei starken Unwettern oder beim Spielen von Kindern wesentlich seltener zu Bruch. Falls es doch passiert, zerspringt es in winzige Stücke ohne scharfe Kanten, an denen sich Mensch und Tier verletzen könnten. Auch vor Einbrüchen und Vandalismus sind Sie mit solchen Glashäusern besser gerüstet.

Der Rahmen für das Fundament wird im Normalfall mitgeliefert. Bei den meisten Herstellern können Sie die Montage als Serviceleistung dazubestellen. Geübte Heimwerker kommen mit einfachen Gewächshäusern oft selbst zurande. Planen Sie für den Aufbau mindestens einen Tag ein und holen Sie sich Unterstützung.

Sonnenschutz und weiteres Zubehör

Eine Schattierung ist wichtig, damit Pflanzen bei starker Sonneneinstrahlung nicht verbrennen und Sie sich auch im Hochsommer in Ihrem Gewächshaus wohlfühlen. Viele Hersteller bieten schattierte Dachscheiben oder genörpeltes Sicherheitsglas an. Bambus- und Strohmatten oder spezielle Rollos spenden ebenfalls Schatten. Neben Heizungen finden Sie im Fachhandel auch Gewächshäuser mit automatischen Dachfenstern und anderen smarten Lüftungsmechanismen, passende Arbeitstische und Regale sowie jede Menge weiteres Zubehör.

Baugenehmigung

Kleinere Gewächshäuser mit einer Grundfläche von weniger als zehn Quadratmetern benötigen in der Regel keine Baugenehmigung. Das Bauordnungsrecht ist jedoch nicht bundesweit geregelt und von Bundesland zu Bundesland anders. Auch die Abstände zum Nachbarn werden in der Bauordnung genau geregelt. Erkundigen Sie sich daher vor der Anschaffung eines Gewächshauses beim Bauamt Ihrer Stadt beziehungsweise beim Landratsamt.

Das sollten Sie jetzt erledigen

Richtig gießen

Bei hohen Temperaturen brauchen Gemüse und andere Pflanzen viel Feuchtigkeit. Gleichzeitig ist die Luftzirkulation im Gewächshaus nicht so gut wie im freien Beet. Um Schimmel und Fäulnis zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass keine Staunässe entsteht. Lockern Sie die Erde regelmäßig auf, damit sie Wasser besser aufnehmen kann.

 

Jetzt reinigen

Der Hochsommer ist ein guter Zeitpunkt, um das Gewächshaus einmal gründlich zu reinigen. Wärmeliebende Pflanzen halten es nun auch Draußen aus. Die Scheiben von innen nach außen mit lauwarmen Wasser oder einem Hochdruckreiniger säubern. Kontrollieren Sie automatische Lüfter und Heizungen. Beschädigte Scheiben und Türen können Sie jetzt ersetzen. Reinigen Sie bei der Gelegenheit auch die Dachrinne und ölen Sie die Scharniere.

 

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