Bunte Frühlingsboten

Erste Blüten im Topfgarten

Blau, Gelb, Rot, Pink und Violett – farbige Vielfalt wohin man auch blickt! Zwiebelblumen und andere vorgezogene attraktive Blütenpflanzen geben einen farbenfrohen Ausblick auf den Frühling und verwandeln den Topfgarten im Nu in ein kleines, prächtiges Blütenparadies!

Sie lieben es, so richtig aus dem Vollen zu schöpfen? Dann los, denn genau das können Sie jetzt in Ihrem Topfgarten tun. Bunte Blütenpflanzen zeigen ihren prächtigen und leuchtstarken Flor und warten darauf, in Ihrem Topfgarten ein Plätzchen zu finden. Die Pflänzchen sind in der Regel von den Gärtnern vorgezogen – ihrer Widerstandsfähigkeit tut das keinen Abbruch. Bei Frost oder Schneeschauern verlangsamen sie lediglich ihr Wachstum, während sie schon bei wenigen Sonnenstrahlen ihre Blütchen öffnen und den Topfgarten in ein Farbenmeer tauchen. In puncto Zusammenstellung ist alles erlaubt und möglich: Von halbschattigen bis sonnigen Plätzen können Sie die Frühlingsboten wild miteinander mischen und auch mal außergewöhnliche Farbkreationen wagen. Besonders dankbar sind vorgezogene Zwiebelblüher, die der Fachhandel jetzt anbietet. Ob Krokus oder Hyazinthe, Traubenhyazinthe oder Blausternchen, Schneeglöckchen, Winterling oder Frühlings-Anemone …

Kleine Kraftpakete

Zu den Powerpaketen, die sich aus einer Zwiebel entwickeln, gesellen sich noch weitere Pflänzchen, die den Flor weiter aufmischen und noch andere Blütenformen mit ins Spiel bringen. Ranunkeln zum Beispiel: Ihre gefüllten Blüten in Weiß, Gelb, Rot oder Rosa haben eine große Ähnlichkeit mit Rosenblüten und wirken besonders edel. In allen nur erdenklichen Farben – und neuerdings auch mit gefüllten Blütchen – leuchten die Primeln, die in keinem gepflanzten Frühlingsarrangement fehlen dürfen. Stiefmütterchen und Hornveilchen sind ebensolche Klassiker für den Topfgarten, die ihre Blüten zeigen, bis sie im Mai endlich von Geranien abgelöst werden …

Nach der Blüte …

Für den Kompost sind die meisten Frühlingsboten viel zu schade – und oft hat es sich nur für dieses Jahr erstmal ausgeblüht. Schneiden Sie bei Zwiebelblühern die Blüten ab – nicht das Laub – und warten Sie einfach ab, bis das Laub vollständig verbräunt ist. Dann waschen Sie die Zwiebeln ab und lagern sie trocken und kühl bis zum Herbst. Ab Ende September können Sie die Zwiebelchen in Töpfe oder in Beete setzen – und im nächsten Frühjahr blühen sie dann zuverlässig wieder.

Abgeblühte Primeln setzen Sie zum Beispiel unter Laubhecken oder Laubgehölze. Sie blühen im Folgejahr wieder und säen sich zudem gerne aus.

 

Kleine Blütenpyramide

Wer wenig Platz in seinem Topfgarten hat, der baut in die Höhe! In die Zwischenräume der aufeinander gestapelten Töpfe, die zur Stabilität jeweils eine knappe Handbreit in der Erde des unteren Topfes versinken, pflanzen Sie zahlreiche Frühlingsboten. Krokus, Hyazinthe oder Primel stört das enge Treiben nicht – ganz im Gegenteil: Die dichten Blüten in unterschiedlichen Farben lassen so richtig Vorfreude auf das Frühjahr aufkommen!

Die Primel: populär & bunt

Primula elatior PIANO Mix

Die Primel kann beides: Massenartikel und Objekt der Begierde bei Pflanzensammlern. Es gibt über 400 Arten, die auf der Nordhalbkugel beheimatet sind. Die kleinen Blüten-Pflänzchen sind sehr ausdauernd. Ihre Blütezeit lässt sich aus dem botanischen Namen ableiten: „Primula“ bedeutet „die Erste“ – alle Arten sind frühblühend, ab Februar zeigen sie mit als erste Gartenpflanzen ihre Pracht. Die Blüten selbst setzen sich aus mehreren Einzelblüten zusammen, die in Trauben, Rispen oder Dolden nebeneinander stehen. Die Blüten zeigen sich von Weiß über Gelb und Orange bis Rosa, Rot und Violett. Im Garten wachsen die Pflänzchen gerne unter lichten Laubhecken oder in lichtschattigen Beeten. Auch an Teichrändern fühlen sich einige Arten wohl. Wegen des in der Pflanze enthaltenen Kontakt-Allergens „Primin“ am besten nur mit Handschuhen berühren – manche Menschen reagieren mit Hautausschlag.

Rhododendron im Topf

Wer träumt nicht von einer üppigen Rhododendron-Hecke nach Vorbild vieler norddeutscher Gärten? Azaleen und Rhododendron zählen zu den schönsten Frühlingsblühern – und selbst Topfgärtner müssen auf die Schönheiten nicht verzichten. Die Topfkultur bietet sich auch für all jene an, die den anspruchsvollen Sträuchern nicht den richtigen Boden bieten können: Der sollte, entsprechend dann auch das Substrat in Topfkultur, humos, durchlässig und leicht sauer sein. Die Sträucher lieben schattige Plätze, Nordbalkone sind für sie kein Problem! Wählen Sie für die Topfkultur klein bleibende Sorten – besonders gut eignen sich zum Beispiel Rhododendron-Yakushimanum-Hybriden oder Rhododendron impeditum. Die Flachwurzler mögen Töpfe, die breiter als hoch sind. Gießen Sie die Pflanzen regelmäßig: Rhododendron schätzen ein feuchtes Substrat, verwenden Sie weiches Gießwasser.

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