Blumensamen Schönheiten aus der Samentüte

Ein- und Zweijährige sind ideal, um während eines langen Sommers für Farbe in den Beeten zu sorgen. Die Blütenpflanzen passen zu Stauden und Gehölzen und es gibt sie in einer riesigen Fülle an Farben und Formen, mit denen sich tolle Akzente im Garten zaubern lassen.

Stockrose Alcea ‚Mars Magic‘

Ländliche Gärten erleben eine Renaissance – die bunte Blütenfülle ist gefragt! Klassische Pflanzen wie die Stockrose, Duft-Wicken, Bart-Nelke oder Kosmeen klettern in der Beliebtheitsskala weiter nach oben. Zu Recht: Die ein- und zweijährigen Dauerblüher von Juni bis Oktober sind pflegeleichte Gartenpflanzen und lassen sich aus Samen einfach selbst anziehen. Manche Arten können Sie direkt ins Beet aussäen, die Vorkultur entfällt hier also. Wer das eigenständige Versamen ausschließen möchte, knipst die welken Blüten ab, bevor sich Samen bilden.

Ganz wichtig: keine Angst vor Farben! Schön ist, was gefällt – lassen Sie sich also nicht bestimmte Farbkombinationen vorschreiben, nur weil sie gerade en vogue sind… Außerdem können Sie jedes Jahr neue Kombinationen ausprobieren.

 

Mehr als nur Lückenfüller

Vor allem für Einsteiger lohnen sich die unkomplizierten Blüten aus dem Samentütchen: Die Jungfer im Grünen (Nigella damascena) wird zum Beispiel von Schnecken verschmäht. Kosmeen haben eine Wuchsgarantie. Und dankbar sind auch fertige Samenmischungen, die meist aus unkomplizierten Einjährigen zusammengestellt sind. Ihr Blütenauftritt erinnert oft an Blumenwiesen wie aus dem Bilderbuch. Ein schöner Nebeneffekt: Viele Arten sind ausgezeichnete Schnittblumen, die in der Vase lange halten. Ganz nebenbei fördert der Rückschnitt die Blütenbildung.

Die Dauerblüher können aber noch mehr, als nur hübsch auszusehen. Manche eignen sich als Bodenverbesserer: Besonders hübsch ist zum Beispiel die Duft-Wicke (Lathyrus odoratus), die den Boden mit Stickstoff anreichert. Der Fachhandel bietet zum Teil auch Bodenkur-Mischungen an, bestehend zum Beispiel aus Ringelblume, Tagetes, Sonnenhut und Kokardenblumen – auch diese Mischungen verbinden die ansprechende Optik mit dem Nützlichen. Ausgebracht werden die Mischungen im April/Mai und mit der Harke in den Boden eingearbeitet. Gut wässern und bereits nach drei Wochen zeigt sich ein dichter Blütenteppich.

 

Schnittblumen für die Vase

Die meisten ein- und zweijährigen Dauerblüher sind hervorragende Schnittblumen. Hier sind ein paar Tipps für Sie, wie Sie die Blütenpracht in der Vase lange erhalten:

Verwenden Sie keine verschmutzten Gefäße, sondern reinigen Sie die Vasen vor Gebrauch gründlich

Schneiden Sie die Blumen immer mit einem scharfen Messer, damit keine Quetschungen an der Schnittfläche entstehen, die sich negativ auf die Haltbarkeit auswirken

Ernten Sie Ihre Blumen am besten früh morgens, dann sind sie richtig mit Wasser vollgesogen

Achten Sie auf den richtigen Reifezeitpunkt der Blüten – der variiert je nach Art. Als allgemeine Faustregel gilt: Schneiden Sie die Blüten, bevor sie sich voll geöffnet haben

Stellen Sie die gerade geschnittenen Stiele in frisches, kaltes Wasser und entfernen Sie die unteren Blätter

Frischhaltemittel aus dem Fachhandel sorgen für eine längere Haltbarkeit der Blumen in der Vase

 

Sämlinge pflanzen

Temperaturen um den Gefrierpunkt, wie sie noch bis Anfang Mai drohen, machen den Jungpflanzen von Wachsblume, Feldrittersporn, Löwenmäulchen oder Jungfer im Grünen zum Glück wenig aus. Wenn Nachtfröste drohen decken Sie die Pflänzchen dennoch mit Vlies ab. Empfindliche Pflanzen setzen Sie nach den Eisheiligen Anfang Mai ins Beet.

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